Ein neues Jahr hat begonnen, und mit dem neuen Jahr kommen neue Plaene, neue Ziele, neue Perspektiven.
Meine Zeit in Arequipa neigt sich dem Ende zu, und mein Blick ist bereits auf die Zeit danach gerichtet, eine Zeit, die sicherlich unglaublich spannend und ereignisreich sein wird.
Meine Reise wird zuerst nach Westen gehen, nach Bolivien. Anfangs wird mich eine Freundin begleiten, die hier in Arequipa studiert. Ende Januar werden wir uns auf den Weg machen, zuerst nach Copacabana und dann nach La Paz. Anschliessend werde ich mir noch ein paar Orte angucken und dann nach Sucre fahren, um meinen Bruder zu treffen. Gemeinsam holen wir dann meine Familie in Santa Cruz ab, reisen mit ihnen durch Bolivien und kommen schliesslich noch einmal nach Arequipa. Sobald sich meine Eltern wieder auf den Rueckweg machen, werde auch ich meine Zelte endgueltig hier abbrechen und gen Norden reisen. Meine erste Station wird Cuzco sein, wo ich voraussichtlich einen Monat bleiben werde, danach geht es weiter Richtung Norden. Mein Ziel ist, mindestens bis nach Columbien zu reisen, wo es wunderschoen sein soll.
Die letzte Zeit war ruhiger, es gab Zeit zur Erholung, zur Reflexion. Dennoch war es keine einfache Zeit, es gab Probleme, aber es ist besser geworden, ich bin ausgeglichener und freue mich auf das, was auf mich zukommt. In der Klinik arbeite ich jetzt in der fruehen Stimulation. Ich haette auch gerne im Konsultorium mitgearbeitet, aber ich hatte Probleme mit der Psychologin, die ihre Mitarbeiter herablassend behandelt und es vorzieht, alleine zu arbeiten. Dennoch denke ich, dass ich auch in der fruehen Stimulation einiges lernen kann und interessante Dinge sehen kann.
Bei Intiwawa hat das Ferienprogramm angefangen. Die Kinder werden in Kommunikation, Mathe, Englisch, Sport und Kunst unterrichtet. Da es stark an Volontaeren mangelt, hat die neue Praesidentin Professoren konsultiert, was uns einiges an Stress erspart. Die Volontaere helfen im Unterricht und sorgen fuer das Essen, falls eine Stunde ausfaellt ersetzen wir sie.
Auch wenn ich gerne in Intiwawa arbeite und mir die Kinder ans Herz gewachsen sind, merke ich, dass es Zeit ist zu gehen, andere Erfahrungen zu machen, andere Orte zu sehen, meinen Horizont zu erweitern. Einerseits kann ich es kaum erwarten, meine Reise zu beginnen, andererseits werde ich die Kinder und einige Menschen hier sehr vermissen. Aber wer weiss, vielleicht kehre ich irgendwann noch einmal nach Arequipa zurueck.
Letzte Woche hat Nico mich besucht, heute morgen ist er wieder gefahren. Es war sehr schoen mit ihm und es war toll, ihm meine Welt hier zu zeigen. Die kommende Woche werde ich Plaene schmieden und meine letzten Tage hier geniessen.
Ich wuensche euch ein frohes neues Jahr, dass auch ihr Plaene und Ziele habt, auf die ihr hinarbeiten koennt, dass euch dieses Jahr neue Erfahrungen und neue Inspirationen bringt.
Auf bald!
Es gibt neue Fotos, unter diesen beiden Links koennt ihr sie finden: