Wieder einmal ist viel Zeit vergangen, wieder einmal ist viel passiert.
Die Arbeit in der Klinik ist interessant, ich denke, dass ich dort einiges lernen kann. Manchmal ist die Sprache noch eine Barriere, auch wenn mein Spanisch immer besser wird. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ich Schwierigkeiten habe, alles zu verstehen, was die Leute erzaehlen. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen klappt jedoch gut, es sind drei Psychologiestudenten, die in Kuerze ihr Studium beenden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie erklaeren mir vieles, lassen mich auch aktiv mitmachen sodass ich nach und nach dazulerne.
Vor einer guten Woche habe ich ein Wochenende in Cuzco verbracht. Wir sind dort hingefahren, um Geld fuer Intiwawa abzuholen. Wir fuhren Freitag ueber Nacht und kamen Samstag morgens an, die Fahrt dauert 10 Stunden. Nachdem wir morgens ein bisschen durch die Stadt gewandert waren, haben sich die anderen im Hostal schlafen gelegt, sie kannten die Stadt schon. Ich bin also alleine losgezogen und habe einen netten jungen Mann getroffen, der mir ein bisschen die Stadt und tolle Aussichtspunkte gezeigt hat. Cuzco ist eine tolle Stadt, wenn auch voller Turisten. Dennoch hat es mir dort sehr gut gefallen. Es gibt ueberall kleine Strassen, zum Teil mit Mauern aus der Inkazeit. Die Stadt liegt in einem Tal umgeben von Bergen, es ist ein magischer Ort. Man sieht viele Leute in traditioneller Kleidung und viele alte Gebaeude. Es ist viel ruhiger als in Arequipa, auch wenn viele Touristen dort sind. Abends sind wir tanzen gegangen. Es gibt eine Disko, in der jeden Abend Salsa unterrichtet wird. Ich habe ein paar Schritte gelernt und hoffe, dass ich meinen Unterricht bald fortsetzen kann. Am Sonntag sind wir zu einem Aussichtsplatz gegangen, von dem aus man die gesamte Stadt sehen kann. Anschliessend spazierten wir in der Umgebung von Cuzco durch die Landschaft und passierten ein paar alte Ruinen. Leider muss man in Cuzco fuer fast alle Sehenswuerdigkeiten viel Geld bezahlen, weshalb wir Alternativen suchen mussten. Es war jedoch ein atemberaubendes Erlebnis, die Umgebung von Cuzco zu erkunden, die Landschaft ist wie aus einem Bilderbuch. Wir spazierten zum Mondtempel, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Landschaft hat. Es war ein unvergleichbares Erlebnis und wir hatten viel Spass. In der Nacht sind wir wieder zurueck gefahren und kamen morgens voellig fertig wieder in Arequipa an, weshalb ich der Klinik fern blieb. Die Woche war dann wieder relativ stressig, da ich inzwischen Mitkoordinatorin von der Hausaufgabenhilfe bin, bin ich oft dort und muss Dinge regeln. Ausserdem koordiniere ich auch den Englisch-Unterricht, wenn dies auch eine weniger Zeitaufwendige Aufgabe ist.
Schlussendlich musste ich am Donnerstag wieder nach Coporaque fahren, weil sich niemand anderes fand. Momentan sind nicht viele Volontaere hier, weil vier Maedels fuer eine Woche nach Cuzco gereist sind. Eigentlich wollte ich mich nachmittags aufmachen, doch meine Begleiterin ist neu und wusste nicht, dass wir schon einen Tag vorher losmuessen. Sie war also nicht da und wir mussten die Fahrt auf die Nacht verschieben. Um 1 Uhr ging es los und gegen 4.30 kamen wir an. Dort erfuhren wir, dass der Englischunterricht ausfaellt, der Stress war also umsonst gewesen. Da es mir jedoch in Coporaque so gut gefaellt, beschloss ich, bis Sonntag zu bleiben und dann beim interkulturellen Projekt zu helfen. Das Wochenende war wunderschoen und entspannend. Coporaque ist ein toller Ort, um sich von dem hektischen Leben in Arequipa zu erholen. Am Samstag spazierten wir zwei Stunden zu einem Schwimmbad mit relativ heissem Wasser. Dort waren nur peruaner, die einzigen Europaer waren Pierre und ich. Pierre, ein 43jaehriger jung gebliebener Franzose, haben wir dort kennengelernt, ein unglaublich sympathischer Mensch. Jedenfalls waren wir zwei die Attraktion in dem Schwimmbad. Spaeter besuchten wir Steven, auch ein Franzose, der sich gerade in Coporaque ein Haus baut, zusammen mit seiner Lebensgefaehrtin. Ein sehr interessanter Mensch, er hat viele Ideen und moechte viele Projekte in Coporaque realisieren.
Am Sonntag fand dann das interkulturelle Projekt Stadt. Wir haben Theater mit den Kindern gemacht, leider konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, da ich das Geschirr spuelen musste. Nachmittags wollten wir zurueck nach Arequipa fahren, zusammen mit Pierre. Leider waren alle Busse voll. Wir beschlossen also, wieder in der Nacht um 1 zu fahren und uns bis dahin ein Zimmer in einem Hostal zu mieten. Abends gingen wir nochmal in ein Schwimmbad, was sehr entspannend war. Nachts ging es dann los, und wir kamen, erneut voellig fertig, morgens gegen halb 5 in Arequipa an. Aus dem Grund war ich heute schon wieder nicht in der Klinik.
Nun fehlt nicht mehr viel Zeit bis zum Kongress, noch knapp zwei Wochen, wir muessen also viel vorbereiten. Dieses Wochenende werde ich in Arequipa bleiben, es wird zu viel wenn ich jedes Wochenende unterwegs bin. Ich habe wenig Zeit fuer mich, manchmal wird mir alles ein bisschen viel und ich habe das Gefuehl, ich komme zu nichts. Aber bald wird es ruhiger werden, in drei Wochen fangen die Ferien an.
Es gibt neue Fotos im Facebook, unter den folgenden Links findet ihr meine Alben:
http://www.facebook.com/album.php?aid=22500&id=100001081869804
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804
Ich wuensche euch eine wundervolle Adventszeit, hier bekommt man davon absolut nichts mit!
Allerliebste Gruesse,
eure Laura
Montag, 29. November 2010
Mittwoch, 10. November 2010
Saludos aus Arequipa
Hallo Liebe Leute,
Es gibt wieder einige Neuigkeiten. Das Leben hier ist unglaublich abwechslungsreich und es gibt nie Langeweile.
Seit dieser Woche arbeite ich drei Vormittage pro Woche in einer Klinik. Ich habe mich dort als Volontaerin gemedet, es ist jedoch eher eine Art Praktikum. Im ersten Monat werde ich in der Pediatrie helfen. Die Kinder, die dort auf Grund verschiedener Krankheiten hinkommen, werden auch auf psychologische Probleme untersucht, um zu gucken, ob sie eventuell eine Art Therapie benoetigen. Dazu machen wir eine Anamnese des Kindes und nehmen ein paar Tests ab. Es ist ganz interessant und gut, um einzusteigen. Zu spaeterem Zeitpunkt kann ich dann auch in andere Bereiche reinschauen, ich werde also einiges lernen koennen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Moeglichkeit gefunden habe, mehr Erfahrung im psychologischen Bereich zu sammeln.
Es gibt also immer viel zu tun, es kommt nicht oft vor, dass ich mal wie heute einen freien Nachmittag habe. Die Arbeit macht mir jedoch unglaublich viel Spass, und es kommt nie Langeweile auf. Es gibt immer wieder neue Dinge zu sehen und zu erfahren.
Letztes Wochenende war ich erneut in Coporaque und habe dort eine wunderbare Zeit verbracht. Es ist eine andere Welt, ein Ort der Ruhe, eine Oase, an der man Auftanken und sich erholen kann. Wir haben Englisch unterrichtet und dann das Wochenende mit der Familie verbracht, die den Volontaeren jederzeit ihre Zimmer anbietet. Wir haben in den heissen Quellen gebadet und sind bis in die Nacht geblieben, was eine unglaublich tolle Erfahrung war. Es gab tausend und abertausend Sterne und es war, als waere der Himmel ganz nah ueber uns. Es war unglaublich still und eine ganz besondere Stimmung. Wir haben auch Graeber von Preinka-Voelkern besichtigt. Wir haben eine sehr schoene Zeit mit der Familie verbracht, unglaublich nette Leute und ganz suesse Kinder!
Nun bin ich wieder in Arequipa und es gibt viel zu tun. Mitte Dezember findet der Intiwawa Kongress statt. Wir werden mit den Kindern aus allen Doerfern nach Camana fahren, was am Strand liegt. Dafuer muessen wir einiges vorbereiten.
Im Moment braucht Intiwawa vor allem Geld, es fehlt an einigem.
Aufgrund der Tuberkulose-Krise in San Isidro wird Geld fuer die Ernaehrung der Leute dort benoetigt, denn wenn man die Infektion hat, ist es wichtig, dass man eine bestimmte Diaet einhaelt und gut isst. Im Moment wissen wir, dass eine Familie und ein Maedchen erkrankt sind, vielleicht sind es auch noch mehr. Fuer das Essen sorgt Intiwawa.
Ausserdem wird Geld fuer den Kongress benoetigt. Die Leute hier setzen im Moment alle Hebel in Bewegung, um Geld zu sammeln, es fehlt naemlich noch einiges. Die Unterkunft bekommen wir umsonst, aber das Essen und die Fahrt muessen wir bezahlen. Die Fahrt wird sehr teuer werden, mehr als 2000 Soles, und im Moment haben wir noch nicht genug zusammen. Falls ihr Geld spenden moechtet, wuerde das Intiwawa und den Familien, vor allem den Kindern, sehr helfen. Auch wenn es nur ein bisschen ist, jedes bisschen hilft und kann hier schon einiges ausrichten!
Ausserdem feiert Intiwawa jedes Jahr mit den Kindern Weihnachten, in jedem Dorf wird eine Feier gemacht, um den Kindern auch die Moeglichkeit zu geben, diese Erfahrung zu machen. Zu Hause haben sie dazu oft nicht die Moeglichkeit. Auch dafuer wird Geld benoetigt, die Kinder sollen Geschenke bekommen und eine schoene Feier.
Darueber hinaus fehlt es in der Schule und in der Hausaufgabenhilfe an einigen Sachen. In der Kueche der Schule, wo wir das Essen fuer die Kinder kochen, fehlt es an Besteck und Geschirr. Die Spiele und Puzzles in der Hausaufgabenhilfe sind ueberwiegend unkomplett, und fuer die Schulen moechten wir gerne Vokabelhefte und Grammatikhefte anschaffen, eventuell auch Textbuecher.
Falls ihr also etwas spenden moechtet, wuerde ich mich unglaublich darueber freuen, wenn ihr mir eine Email schickt an Laura.Schippel@web.de. Ich kann euch dann meine Kontonummer und Bankleitzahl zukommen lassen und verspreche, dass ich das Geld nur fuer das verwenden werde, wofuer es bestimmt ist. Jedes kleine bisschen kann den Kindern helfen und ihnen Freude bereiten. Also danke schonmal!!
Ich denke an euch und sende euch die besten Gruesse, danke euch fuer eure Nachrichten und hoffe, es geht euch allen gut!
Besos y Abrazos!
Es gibt wieder einige Neuigkeiten. Das Leben hier ist unglaublich abwechslungsreich und es gibt nie Langeweile.
Seit dieser Woche arbeite ich drei Vormittage pro Woche in einer Klinik. Ich habe mich dort als Volontaerin gemedet, es ist jedoch eher eine Art Praktikum. Im ersten Monat werde ich in der Pediatrie helfen. Die Kinder, die dort auf Grund verschiedener Krankheiten hinkommen, werden auch auf psychologische Probleme untersucht, um zu gucken, ob sie eventuell eine Art Therapie benoetigen. Dazu machen wir eine Anamnese des Kindes und nehmen ein paar Tests ab. Es ist ganz interessant und gut, um einzusteigen. Zu spaeterem Zeitpunkt kann ich dann auch in andere Bereiche reinschauen, ich werde also einiges lernen koennen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Moeglichkeit gefunden habe, mehr Erfahrung im psychologischen Bereich zu sammeln.
Es gibt also immer viel zu tun, es kommt nicht oft vor, dass ich mal wie heute einen freien Nachmittag habe. Die Arbeit macht mir jedoch unglaublich viel Spass, und es kommt nie Langeweile auf. Es gibt immer wieder neue Dinge zu sehen und zu erfahren.
Letztes Wochenende war ich erneut in Coporaque und habe dort eine wunderbare Zeit verbracht. Es ist eine andere Welt, ein Ort der Ruhe, eine Oase, an der man Auftanken und sich erholen kann. Wir haben Englisch unterrichtet und dann das Wochenende mit der Familie verbracht, die den Volontaeren jederzeit ihre Zimmer anbietet. Wir haben in den heissen Quellen gebadet und sind bis in die Nacht geblieben, was eine unglaublich tolle Erfahrung war. Es gab tausend und abertausend Sterne und es war, als waere der Himmel ganz nah ueber uns. Es war unglaublich still und eine ganz besondere Stimmung. Wir haben auch Graeber von Preinka-Voelkern besichtigt. Wir haben eine sehr schoene Zeit mit der Familie verbracht, unglaublich nette Leute und ganz suesse Kinder!
Nun bin ich wieder in Arequipa und es gibt viel zu tun. Mitte Dezember findet der Intiwawa Kongress statt. Wir werden mit den Kindern aus allen Doerfern nach Camana fahren, was am Strand liegt. Dafuer muessen wir einiges vorbereiten.
Im Moment braucht Intiwawa vor allem Geld, es fehlt an einigem.
Aufgrund der Tuberkulose-Krise in San Isidro wird Geld fuer die Ernaehrung der Leute dort benoetigt, denn wenn man die Infektion hat, ist es wichtig, dass man eine bestimmte Diaet einhaelt und gut isst. Im Moment wissen wir, dass eine Familie und ein Maedchen erkrankt sind, vielleicht sind es auch noch mehr. Fuer das Essen sorgt Intiwawa.
Ausserdem wird Geld fuer den Kongress benoetigt. Die Leute hier setzen im Moment alle Hebel in Bewegung, um Geld zu sammeln, es fehlt naemlich noch einiges. Die Unterkunft bekommen wir umsonst, aber das Essen und die Fahrt muessen wir bezahlen. Die Fahrt wird sehr teuer werden, mehr als 2000 Soles, und im Moment haben wir noch nicht genug zusammen. Falls ihr Geld spenden moechtet, wuerde das Intiwawa und den Familien, vor allem den Kindern, sehr helfen. Auch wenn es nur ein bisschen ist, jedes bisschen hilft und kann hier schon einiges ausrichten!
Ausserdem feiert Intiwawa jedes Jahr mit den Kindern Weihnachten, in jedem Dorf wird eine Feier gemacht, um den Kindern auch die Moeglichkeit zu geben, diese Erfahrung zu machen. Zu Hause haben sie dazu oft nicht die Moeglichkeit. Auch dafuer wird Geld benoetigt, die Kinder sollen Geschenke bekommen und eine schoene Feier.
Darueber hinaus fehlt es in der Schule und in der Hausaufgabenhilfe an einigen Sachen. In der Kueche der Schule, wo wir das Essen fuer die Kinder kochen, fehlt es an Besteck und Geschirr. Die Spiele und Puzzles in der Hausaufgabenhilfe sind ueberwiegend unkomplett, und fuer die Schulen moechten wir gerne Vokabelhefte und Grammatikhefte anschaffen, eventuell auch Textbuecher.
Falls ihr also etwas spenden moechtet, wuerde ich mich unglaublich darueber freuen, wenn ihr mir eine Email schickt an Laura.Schippel@web.de. Ich kann euch dann meine Kontonummer und Bankleitzahl zukommen lassen und verspreche, dass ich das Geld nur fuer das verwenden werde, wofuer es bestimmt ist. Jedes kleine bisschen kann den Kindern helfen und ihnen Freude bereiten. Also danke schonmal!!
Ich denke an euch und sende euch die besten Gruesse, danke euch fuer eure Nachrichten und hoffe, es geht euch allen gut!
Besos y Abrazos!
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