Sonntag, 19. Dezember 2010

Projekte ueber Projekte

Ist es wirklich schon Dezember? Stimmt es, dass bald Weihnachten ist? Ich kann es kaum glauben...Hier gibt es wie immer tagsueber strahlenden Sonnenschein, zusammen mit der Weihnachtsdekoration in den Strassen ergibt dies ein skurriles Bild. Kein Schnee, kein Weihnachtsmarkt, die Weihnachtslieder sind sehr anders und alles wirkt irgendwie relativ aufgemotzt. Weihnachtsstimmung kommt da nicht so richtig auf...
Wie auch immer, fuer Weihnachtsstimmung blieb auch gar keine Zeit, wie immer haben mich Intiwawa und die Klinik voll in Anspruch genommen. Wie ich euch erzaehlte, gab es Ende November den alljaehrlichen Intiwawa-Kongress. Wir sind ein Wochenende lang mit Kids aus allen drei Doerfern nach Camana gefahren, was ca drei Stunden von Arequipa an der Kueste des Pazifiks liegt. Dort haben wir mit den Kindern Programm gemacht und den interkulturellen Austausch der drei Doerfer gefoerdert. Die Kinder haben ueber ihre Doerfer gesprochen, ihre Bilder ausgestellt, das traditionelle Essen, traditionelle Taenze aufgefuehrt und wir haben eine Talentshow gemacht. Am Sonntag waren wir mit den Kinder am Strand. Das war ein ganz tolles Erlebnis. Das Wasser war unglaublich kalt, aber es war toll, mit den Kindern im Meer zu toben. Insgesamt war es ein wunderbares Erlebnis fuer mich. Zu sehen, welche Freude die Kinder an dem Programm haben und wie sich neue Freundschaften bilden, hat mich sehr beeindruckt. Auch war es eine Moeglichkeit, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Alle Volontaere haben mit in den Zimmern geschlafen, jeder war fuer ein Zimmer verantwortlich. Das war teilweise stressig, weil die Kinder nicht schlafen wollten, aber andererseits auch mal ein ganz anderer Kontakt zu den Kindern. Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende, bei dem ich sehr viel gelernt und mitgenommen habe und das ich so schnell nicht vergessen werde.
Kaum war der Kongress vorueber,  begannen die Vorbereitungen fuer die Weihnachtsfeiern mit den Kindern, wofuer sehr wenig Zeit blieb. Die Weihnachtsfeiern werden fuer jedes Dorf gemacht. In San Isidro sollte es schon am Freitag nach dem Kongress sein, alles musste also sehr schnell vonstatten gehen. Wir hatten einige Spielsachen und Klamotten, die gespendet wurden, mussten aber noch Buecher und mehr Spielsachen kaufen. Bei den Weihnachtsfeiern machen wir Spiele mit den Kindern, fuehren ein Theaterstueck auf, singen mit ihnen, sie bekommen Paneton (aehnlich wie Stollen, aber Stollen schmeckt besser) und am Ende ihre Geschenke. Freitag haben wir dies in San Isidro gemacht und heute in Salinas. Es war sehr schoen, besonders heute in Salinas hat es mir sehr gut gefallen, ich mag die Kinder in Salinas sehr. Am Mittwoch folgt die letzte Feier in Coporaque. Auch dafuer muss ich morgen wieder Spielsachen und Buecher kaufen.
Danach wird es ruhig werden, wir muessen dann nur noch alles aufraeumen und sauber machen und dann sind erstmal Ferien. Auch diese Woche ist schon kein Programm mehr. Ich bin sehr froh darueber, weil ich merke, dass ich dringend mal Zeit fuer mich brauche und in letzter Zeit alles sehr viel war. In die Klinik werde ich aber weiterhin gehen.
Allgemein wird es in Intiwawa ruhiger und ruhiger, in den letzten Tagen sind viele Leute gegangen, was sehr traurig war. In naechster Zeit werden wir eher wenige sein.
Ich habe neue Fotos im Facebook online gestellt. Sie sind schon relativ alt, ich komme nur langsam hinterher mit den Fotos, sie sind von Ende Oktober/Anfang November. Aber nichtsdestotrotz sind sie sehenswert! Hier nochmal der Link:
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
Ich wuensche euch allen schonmal ein frohes Weihnachtsfest, mein Weihnachten ist noch in Planung, wird aber wohl dieses Jahr nicht spektakulaer werden.
Sonnige Gruesse aus Arequipa,
Eure Laura

1 Kommentar:

  1. Liebe Laura,

    frohe Weihnachten aus dem kalten Deutschland! Ich denke an dich dort in der Ferne!!
    Hab dich lieb!!
    Kirsten

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