Samstag, 30. Oktober 2010

Es ist wieder einige Zeit vergangen, die Tage fliegen nur so vorueber. Es gibt viel zu tun hier und meine Tage waren in letzter Zeit voll ausgefuellt.
Die Senora  ist inzwischen wieder zu Hause, es geht ihr etwas besser. Sie muss einen Monat lang einen Mundschutz tragen und sechs Monate lang Medikamente nehmen. Sie ist recht schwach und liegt meistens im Bett, kann also nicht viel machen. Sie freut sich immer sehr, wenn jemand zum Reden bei ihr vorbeischaut. Sie bekommt auch viel Besuch, sie ist eine sehr beeindruckende Frau die sich in vieler Hinsicht engagiert. Was uns ein bisschen Sorgen macht, ist dass ihr Fieber nicht weggeht. Es ist nicht allzu hoch, aber doch staendig anwesend. Mit den Soehnen war ich in letzter Zeit mehrmals im Krankenhaus, um sie untersuchen zu lassen. Sie haben beide auch Tuberkulose, aber eine schwaechere Form als ihre Mutter, die nicht ansteckend ist. Ausserdem wurde vor einigen Tagen in San Isidro eine Untersuchung durchgefuehrt, bei der von allen Kindern der Hausaufgabenhilfe und den Frauen, die woechentlich bei der Senora ihren Frauenkreis abhalten, eine Speichelprobe entnommen wurde. Dies geschah unter dem Deckmantel, dass eine Probeuntersuchung auf Hepathitis B durchgefuehrt wuerde. Die Tatsache, dass die Senora Tuberkulose hat, muss geheim bleiben, da sie sonst diskriminiert wuerde. Nun ist es wichtig, dass diejenigen, die Tuberkulose haben, sich gut ernaehren, dafuer sorgt Intiwawa. Es sind noch drei weitere Frauen krank, es ist also ein allgemeines Problem in San Isidro.
Dies hat mich sehr auf Trapp gehalten in letzter Zeit, und auch in kommender Zeit wird es genug zu tun geben. Ende November wird der jaehrliche Intiwawa Kongress stattfinden. Wir fahren mit den Kindern aus allen Doerfern an den Strand und verbringen dort ein Wochenende mit Programm. Das Thema werden die Inkas sein. Dafuer muss einiges vorbereitet werden.
Ausserdem halte ich auch noch ein bisschen Ausschau nach anderen Projekten, was nicht heisst, dass ich nicht mehr bei Intiwawa arbeiten will. Ich wuerde nur gerne nebenher etwas im psychologischen Bereich machen. Ich war bereits einmal bei einem Projekt, bei dem therapeutisches Reiten betrieben wird. Es arbeiten dort eine Psychologin und eine Psychotherapeutin. Dies wird fuer Kinder angeboten, die psychische oder physische Probleme, Verhaltensprobleme oder andere Probleme haben. Es hat mir sehr gefallen, leider habe ich es noch nicht geschafft, wieder hinzugehen, habe aber vor, dies so bald wie moeglich zu machen.
Dieses Wochenende wird Halloween gefeiert. Gestern haben wir mit den Kindern eine kleine Halloween-Feier gemacht, sie haben sich ganz toll verkleidet und wir haben ein Theaterstueck aufgefuehrt. Das war sehr schoen. Ich bin recht muede, da ich Tag und Nacht unterwegs bin, hier wird viel gefeiert. Heute und morgen Abend sind zwei Feiern, beide von Bekannten. Heute Nachmittag werde ich in der Stadt nach einem Kostuem schauen. Erst werde ich jedoch meine Sachen packen, ich ziehe naemlich wieder ins Appartment. Es hat mir sehr gut gefallen in der Gastfamilie, aber das Appartment ist guenstiger. Ich freue mich aber auch darauf, wieder dort zu wohnen.
Arequipa gefaellt mir sehr, im Moment fuehle ich mich sehr wohl hier.
Ich sende euch die besten Gruesse und werde auch bald neue Fotos online stellen!

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