Mittwoch, 20. Oktober 2010

Liebe Freunde,

In den letzten Tagen ist viel passiert. Es gibt gerade einige Probleme bei Intiwawa.
In San Isidro gibt es eine Senora, die immer fuer die Hausaufgabenhilfe Essen zubereitet. Ihre beiden Soehne gehen auch zur Hausaufgabenhilfe und bei ihr koennen wir das Essen lagern, das wir fuer Intiwawa brauchen. Sie macht dies schon lange und steht Intiwawa sehr nahe. Allerdings ist sie auch sehr arm und verdient ihr einziges Geld durch das Kochen fuer die Hausaufgabenhilfe. Ihr Mann ist schon gestorben.
Der Senora Martina geht es schon seit laengerer Zeit nicht gut. Sie hatte immer wieder Rueckenprobleme und war oft krank. Am Anfang hat sie sich nicht geschont und hat sich nicht behandeln lassen, bis es dann nciht mehr anders ging. Sie war eine Zeit lang im Krankenhaus und dann wieder zu Hause. Doch dann ging es ihr erneut schlecht und sie musste wieder ins Krankenhaus. Dort fand man vor kurzem heraus, dass sie Tuberkulose hat. Dies kann man heutzutage gut behandeln, aber es dauert sechs Monate und ist ansteckend. Da es moeglich ist, dass sich ihre Kinder auch angesteckt haben, waren wir heute mit ihnen im Krankenhaus, wo sie untersucht wurden. Freitag und Montag werde ich sie nochmal ins Krankenhaus bringen, da weitere Untersuchungen vorgenommen werden muessen. Der aeltere Sohn, der viierzehn Jahre alt ist, ist unterernaehrt und wiegt zwoelf Kilo zu wenig. Die Aerzte konnten bereits sagen, dass er eine Infektion hat, aber sie wissen noch nicht, ob es Tuberkulose ist. Ausserdem muessen in naechster Zeit alle Kinder, die zu der Hausaufgabenhilfe gehen und die Frauen, die bei der Senora Martina den Frauenkreis abhalten, auf Tuberkulose untersucht werden, da sie sich angesteckt haben koennten. Da keine Massenpanik in San Isidro ausbrechen soll, wird morgen eine Versammlung abgehalten, in der gesagt wird, dass es sich um eine Vorsorgeuntersuchung handelt. Es ist wichtig, dass die Leute nichts von der Krankheit der Senora Martina erfahren, weil sie sie ansonsten beschuldigen und ausschliessen wuerden.
Bei der Senora Martina wurde ausserdem eine Depression diagnostiziert. Die einzige Therapie, die sie dagegen bekommt, sind Medikamente.
Momentan sind wir dabei, das Haus der Senora zu saeubern. Es kann sein, dass sehr viele Dinge entfernt und gruendlich gesaeubert werden muessen, da sie voller Bakterien sei koennen.
Die Waesche von der Senora muss gewaschen werden, was wahrscheinlich einiges an Geld kosten wird, da die ganzen Laken auch gewaschen werden muessen. Ausserdem ist Geld noetig fuer die Behandlung der Senora Martina und fuer die Ernaehrung der Familie. Vor allem fuer den aelteren Sohn ist es wichtig, dass er genug zu Essen bekommt. Falls jemand Geld uebrig hat, das er spenden kann, waere das eine grosse Hilfe. Ich habe noch keine Kontonummer, aber wollte euch dies schonmal mitteilen.
Ich hoffe, es geht euch gut und sende euch Gruesse ins ferne Europa!

1 Kommentar:

  1. Pass auf dich auf, meine Liebe! Es ist gut das die Senora Menschen wie dich hat, die ihr helfen,..was sollte sie sonst tun!? :(

    Ich denk ganz viel an dich! <3

    Uns gehts gut! Fühl dich umarmt. Liebe Grüße auch von der Familie.

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