Ihr Lieben, ich wuensche euch allen ein schoenes und besinnliches Weihnachtsfest! Ich denke an euch und vermisse euch besonders in diesen Tagen.
Weihnachten in Peru, Weihnachten ohne die Familie ist anders. Weihnachtsstimmung kam, wie ich schon sagte, bis gestern nicht richtig auf, ich habe nicht wie sonst Plaetzchen gebacken, einen Adventskalender bekommen und jeden Sonntag eine weitere Kerze angezuendet. Es gab keinen Schnee, keinen Adventskranz, keinen Weihnachtsbaum und keine deutschen Weihnachtslieder.
Dennoch habe ich einen sehr netten Abend verbracht. Mit vier weiteren Volontaeren haben wir das Appartment geschmueckt, ein leckeres Kaesefondue zubereitet, Kerzen angezuendet und ein bisschen kanadische Weihnachtsmusik gehoert. Spaeter haben wir noch ein bisschen Musik gemacht und um Mitternacht gab es ein grosses Feuerwerk, was hier ueblich ist. Noch nie habe ich ein so grosses Feuerwerk mit so vielen Raketen und so viel Krach gesehen, es war beeindrucked.
Heute haengen wir einfach rum, was sehr guttut, was ich lange nicht mehr gemacht habe.
Ich sende euch weihnachtliche Gruesse und denke an euch!
Es gibt neue Fotos: http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
Samstag, 25. Dezember 2010
Sonntag, 19. Dezember 2010
Projekte ueber Projekte
Ist es wirklich schon Dezember? Stimmt es, dass bald Weihnachten ist? Ich kann es kaum glauben...Hier gibt es wie immer tagsueber strahlenden Sonnenschein, zusammen mit der Weihnachtsdekoration in den Strassen ergibt dies ein skurriles Bild. Kein Schnee, kein Weihnachtsmarkt, die Weihnachtslieder sind sehr anders und alles wirkt irgendwie relativ aufgemotzt. Weihnachtsstimmung kommt da nicht so richtig auf...
Wie auch immer, fuer Weihnachtsstimmung blieb auch gar keine Zeit, wie immer haben mich Intiwawa und die Klinik voll in Anspruch genommen. Wie ich euch erzaehlte, gab es Ende November den alljaehrlichen Intiwawa-Kongress. Wir sind ein Wochenende lang mit Kids aus allen drei Doerfern nach Camana gefahren, was ca drei Stunden von Arequipa an der Kueste des Pazifiks liegt. Dort haben wir mit den Kindern Programm gemacht und den interkulturellen Austausch der drei Doerfer gefoerdert. Die Kinder haben ueber ihre Doerfer gesprochen, ihre Bilder ausgestellt, das traditionelle Essen, traditionelle Taenze aufgefuehrt und wir haben eine Talentshow gemacht. Am Sonntag waren wir mit den Kinder am Strand. Das war ein ganz tolles Erlebnis. Das Wasser war unglaublich kalt, aber es war toll, mit den Kindern im Meer zu toben. Insgesamt war es ein wunderbares Erlebnis fuer mich. Zu sehen, welche Freude die Kinder an dem Programm haben und wie sich neue Freundschaften bilden, hat mich sehr beeindruckt. Auch war es eine Moeglichkeit, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Alle Volontaere haben mit in den Zimmern geschlafen, jeder war fuer ein Zimmer verantwortlich. Das war teilweise stressig, weil die Kinder nicht schlafen wollten, aber andererseits auch mal ein ganz anderer Kontakt zu den Kindern. Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende, bei dem ich sehr viel gelernt und mitgenommen habe und das ich so schnell nicht vergessen werde.
Kaum war der Kongress vorueber, begannen die Vorbereitungen fuer die Weihnachtsfeiern mit den Kindern, wofuer sehr wenig Zeit blieb. Die Weihnachtsfeiern werden fuer jedes Dorf gemacht. In San Isidro sollte es schon am Freitag nach dem Kongress sein, alles musste also sehr schnell vonstatten gehen. Wir hatten einige Spielsachen und Klamotten, die gespendet wurden, mussten aber noch Buecher und mehr Spielsachen kaufen. Bei den Weihnachtsfeiern machen wir Spiele mit den Kindern, fuehren ein Theaterstueck auf, singen mit ihnen, sie bekommen Paneton (aehnlich wie Stollen, aber Stollen schmeckt besser) und am Ende ihre Geschenke. Freitag haben wir dies in San Isidro gemacht und heute in Salinas. Es war sehr schoen, besonders heute in Salinas hat es mir sehr gut gefallen, ich mag die Kinder in Salinas sehr. Am Mittwoch folgt die letzte Feier in Coporaque. Auch dafuer muss ich morgen wieder Spielsachen und Buecher kaufen.
Danach wird es ruhig werden, wir muessen dann nur noch alles aufraeumen und sauber machen und dann sind erstmal Ferien. Auch diese Woche ist schon kein Programm mehr. Ich bin sehr froh darueber, weil ich merke, dass ich dringend mal Zeit fuer mich brauche und in letzter Zeit alles sehr viel war. In die Klinik werde ich aber weiterhin gehen.
Allgemein wird es in Intiwawa ruhiger und ruhiger, in den letzten Tagen sind viele Leute gegangen, was sehr traurig war. In naechster Zeit werden wir eher wenige sein.
Ich habe neue Fotos im Facebook online gestellt. Sie sind schon relativ alt, ich komme nur langsam hinterher mit den Fotos, sie sind von Ende Oktober/Anfang November. Aber nichtsdestotrotz sind sie sehenswert! Hier nochmal der Link:
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
Ich wuensche euch allen schonmal ein frohes Weihnachtsfest, mein Weihnachten ist noch in Planung, wird aber wohl dieses Jahr nicht spektakulaer werden.
Sonnige Gruesse aus Arequipa,
Eure Laura
Wie auch immer, fuer Weihnachtsstimmung blieb auch gar keine Zeit, wie immer haben mich Intiwawa und die Klinik voll in Anspruch genommen. Wie ich euch erzaehlte, gab es Ende November den alljaehrlichen Intiwawa-Kongress. Wir sind ein Wochenende lang mit Kids aus allen drei Doerfern nach Camana gefahren, was ca drei Stunden von Arequipa an der Kueste des Pazifiks liegt. Dort haben wir mit den Kindern Programm gemacht und den interkulturellen Austausch der drei Doerfer gefoerdert. Die Kinder haben ueber ihre Doerfer gesprochen, ihre Bilder ausgestellt, das traditionelle Essen, traditionelle Taenze aufgefuehrt und wir haben eine Talentshow gemacht. Am Sonntag waren wir mit den Kinder am Strand. Das war ein ganz tolles Erlebnis. Das Wasser war unglaublich kalt, aber es war toll, mit den Kindern im Meer zu toben. Insgesamt war es ein wunderbares Erlebnis fuer mich. Zu sehen, welche Freude die Kinder an dem Programm haben und wie sich neue Freundschaften bilden, hat mich sehr beeindruckt. Auch war es eine Moeglichkeit, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Alle Volontaere haben mit in den Zimmern geschlafen, jeder war fuer ein Zimmer verantwortlich. Das war teilweise stressig, weil die Kinder nicht schlafen wollten, aber andererseits auch mal ein ganz anderer Kontakt zu den Kindern. Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende, bei dem ich sehr viel gelernt und mitgenommen habe und das ich so schnell nicht vergessen werde.
Kaum war der Kongress vorueber, begannen die Vorbereitungen fuer die Weihnachtsfeiern mit den Kindern, wofuer sehr wenig Zeit blieb. Die Weihnachtsfeiern werden fuer jedes Dorf gemacht. In San Isidro sollte es schon am Freitag nach dem Kongress sein, alles musste also sehr schnell vonstatten gehen. Wir hatten einige Spielsachen und Klamotten, die gespendet wurden, mussten aber noch Buecher und mehr Spielsachen kaufen. Bei den Weihnachtsfeiern machen wir Spiele mit den Kindern, fuehren ein Theaterstueck auf, singen mit ihnen, sie bekommen Paneton (aehnlich wie Stollen, aber Stollen schmeckt besser) und am Ende ihre Geschenke. Freitag haben wir dies in San Isidro gemacht und heute in Salinas. Es war sehr schoen, besonders heute in Salinas hat es mir sehr gut gefallen, ich mag die Kinder in Salinas sehr. Am Mittwoch folgt die letzte Feier in Coporaque. Auch dafuer muss ich morgen wieder Spielsachen und Buecher kaufen.
Danach wird es ruhig werden, wir muessen dann nur noch alles aufraeumen und sauber machen und dann sind erstmal Ferien. Auch diese Woche ist schon kein Programm mehr. Ich bin sehr froh darueber, weil ich merke, dass ich dringend mal Zeit fuer mich brauche und in letzter Zeit alles sehr viel war. In die Klinik werde ich aber weiterhin gehen.
Allgemein wird es in Intiwawa ruhiger und ruhiger, in den letzten Tagen sind viele Leute gegangen, was sehr traurig war. In naechster Zeit werden wir eher wenige sein.
Ich habe neue Fotos im Facebook online gestellt. Sie sind schon relativ alt, ich komme nur langsam hinterher mit den Fotos, sie sind von Ende Oktober/Anfang November. Aber nichtsdestotrotz sind sie sehenswert! Hier nochmal der Link:
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
Ich wuensche euch allen schonmal ein frohes Weihnachtsfest, mein Weihnachten ist noch in Planung, wird aber wohl dieses Jahr nicht spektakulaer werden.
Sonnige Gruesse aus Arequipa,
Eure Laura
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Link
Gestern habe ich euch einen falschen Link für meine Fotos geschickt. Hier noch einmal:
http://www.facebook.com/album.php?aid=22500&id=100001081869804&l=a611eb0eb5
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
So, jetzt müsstes klappen!
Liebe Grüße!
http://www.facebook.com/album.php?aid=22500&id=100001081869804&l=a611eb0eb5
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804&l=125db85e2c
So, jetzt müsstes klappen!
Liebe Grüße!
Montag, 29. November 2010
Zwischenmeldung
Wieder einmal ist viel Zeit vergangen, wieder einmal ist viel passiert.
Die Arbeit in der Klinik ist interessant, ich denke, dass ich dort einiges lernen kann. Manchmal ist die Sprache noch eine Barriere, auch wenn mein Spanisch immer besser wird. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ich Schwierigkeiten habe, alles zu verstehen, was die Leute erzaehlen. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen klappt jedoch gut, es sind drei Psychologiestudenten, die in Kuerze ihr Studium beenden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie erklaeren mir vieles, lassen mich auch aktiv mitmachen sodass ich nach und nach dazulerne.
Vor einer guten Woche habe ich ein Wochenende in Cuzco verbracht. Wir sind dort hingefahren, um Geld fuer Intiwawa abzuholen. Wir fuhren Freitag ueber Nacht und kamen Samstag morgens an, die Fahrt dauert 10 Stunden. Nachdem wir morgens ein bisschen durch die Stadt gewandert waren, haben sich die anderen im Hostal schlafen gelegt, sie kannten die Stadt schon. Ich bin also alleine losgezogen und habe einen netten jungen Mann getroffen, der mir ein bisschen die Stadt und tolle Aussichtspunkte gezeigt hat. Cuzco ist eine tolle Stadt, wenn auch voller Turisten. Dennoch hat es mir dort sehr gut gefallen. Es gibt ueberall kleine Strassen, zum Teil mit Mauern aus der Inkazeit. Die Stadt liegt in einem Tal umgeben von Bergen, es ist ein magischer Ort. Man sieht viele Leute in traditioneller Kleidung und viele alte Gebaeude. Es ist viel ruhiger als in Arequipa, auch wenn viele Touristen dort sind. Abends sind wir tanzen gegangen. Es gibt eine Disko, in der jeden Abend Salsa unterrichtet wird. Ich habe ein paar Schritte gelernt und hoffe, dass ich meinen Unterricht bald fortsetzen kann. Am Sonntag sind wir zu einem Aussichtsplatz gegangen, von dem aus man die gesamte Stadt sehen kann. Anschliessend spazierten wir in der Umgebung von Cuzco durch die Landschaft und passierten ein paar alte Ruinen. Leider muss man in Cuzco fuer fast alle Sehenswuerdigkeiten viel Geld bezahlen, weshalb wir Alternativen suchen mussten. Es war jedoch ein atemberaubendes Erlebnis, die Umgebung von Cuzco zu erkunden, die Landschaft ist wie aus einem Bilderbuch. Wir spazierten zum Mondtempel, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Landschaft hat. Es war ein unvergleichbares Erlebnis und wir hatten viel Spass. In der Nacht sind wir wieder zurueck gefahren und kamen morgens voellig fertig wieder in Arequipa an, weshalb ich der Klinik fern blieb. Die Woche war dann wieder relativ stressig, da ich inzwischen Mitkoordinatorin von der Hausaufgabenhilfe bin, bin ich oft dort und muss Dinge regeln. Ausserdem koordiniere ich auch den Englisch-Unterricht, wenn dies auch eine weniger Zeitaufwendige Aufgabe ist.
Schlussendlich musste ich am Donnerstag wieder nach Coporaque fahren, weil sich niemand anderes fand. Momentan sind nicht viele Volontaere hier, weil vier Maedels fuer eine Woche nach Cuzco gereist sind. Eigentlich wollte ich mich nachmittags aufmachen, doch meine Begleiterin ist neu und wusste nicht, dass wir schon einen Tag vorher losmuessen. Sie war also nicht da und wir mussten die Fahrt auf die Nacht verschieben. Um 1 Uhr ging es los und gegen 4.30 kamen wir an. Dort erfuhren wir, dass der Englischunterricht ausfaellt, der Stress war also umsonst gewesen. Da es mir jedoch in Coporaque so gut gefaellt, beschloss ich, bis Sonntag zu bleiben und dann beim interkulturellen Projekt zu helfen. Das Wochenende war wunderschoen und entspannend. Coporaque ist ein toller Ort, um sich von dem hektischen Leben in Arequipa zu erholen. Am Samstag spazierten wir zwei Stunden zu einem Schwimmbad mit relativ heissem Wasser. Dort waren nur peruaner, die einzigen Europaer waren Pierre und ich. Pierre, ein 43jaehriger jung gebliebener Franzose, haben wir dort kennengelernt, ein unglaublich sympathischer Mensch. Jedenfalls waren wir zwei die Attraktion in dem Schwimmbad. Spaeter besuchten wir Steven, auch ein Franzose, der sich gerade in Coporaque ein Haus baut, zusammen mit seiner Lebensgefaehrtin. Ein sehr interessanter Mensch, er hat viele Ideen und moechte viele Projekte in Coporaque realisieren.
Am Sonntag fand dann das interkulturelle Projekt Stadt. Wir haben Theater mit den Kindern gemacht, leider konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, da ich das Geschirr spuelen musste. Nachmittags wollten wir zurueck nach Arequipa fahren, zusammen mit Pierre. Leider waren alle Busse voll. Wir beschlossen also, wieder in der Nacht um 1 zu fahren und uns bis dahin ein Zimmer in einem Hostal zu mieten. Abends gingen wir nochmal in ein Schwimmbad, was sehr entspannend war. Nachts ging es dann los, und wir kamen, erneut voellig fertig, morgens gegen halb 5 in Arequipa an. Aus dem Grund war ich heute schon wieder nicht in der Klinik.
Nun fehlt nicht mehr viel Zeit bis zum Kongress, noch knapp zwei Wochen, wir muessen also viel vorbereiten. Dieses Wochenende werde ich in Arequipa bleiben, es wird zu viel wenn ich jedes Wochenende unterwegs bin. Ich habe wenig Zeit fuer mich, manchmal wird mir alles ein bisschen viel und ich habe das Gefuehl, ich komme zu nichts. Aber bald wird es ruhiger werden, in drei Wochen fangen die Ferien an.
Es gibt neue Fotos im Facebook, unter den folgenden Links findet ihr meine Alben:
http://www.facebook.com/album.php?aid=22500&id=100001081869804
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804
Ich wuensche euch eine wundervolle Adventszeit, hier bekommt man davon absolut nichts mit!
Allerliebste Gruesse,
eure Laura
Die Arbeit in der Klinik ist interessant, ich denke, dass ich dort einiges lernen kann. Manchmal ist die Sprache noch eine Barriere, auch wenn mein Spanisch immer besser wird. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass ich Schwierigkeiten habe, alles zu verstehen, was die Leute erzaehlen. Die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen klappt jedoch gut, es sind drei Psychologiestudenten, die in Kuerze ihr Studium beenden. Ich verstehe mich gut mit ihnen und sie erklaeren mir vieles, lassen mich auch aktiv mitmachen sodass ich nach und nach dazulerne.
Vor einer guten Woche habe ich ein Wochenende in Cuzco verbracht. Wir sind dort hingefahren, um Geld fuer Intiwawa abzuholen. Wir fuhren Freitag ueber Nacht und kamen Samstag morgens an, die Fahrt dauert 10 Stunden. Nachdem wir morgens ein bisschen durch die Stadt gewandert waren, haben sich die anderen im Hostal schlafen gelegt, sie kannten die Stadt schon. Ich bin also alleine losgezogen und habe einen netten jungen Mann getroffen, der mir ein bisschen die Stadt und tolle Aussichtspunkte gezeigt hat. Cuzco ist eine tolle Stadt, wenn auch voller Turisten. Dennoch hat es mir dort sehr gut gefallen. Es gibt ueberall kleine Strassen, zum Teil mit Mauern aus der Inkazeit. Die Stadt liegt in einem Tal umgeben von Bergen, es ist ein magischer Ort. Man sieht viele Leute in traditioneller Kleidung und viele alte Gebaeude. Es ist viel ruhiger als in Arequipa, auch wenn viele Touristen dort sind. Abends sind wir tanzen gegangen. Es gibt eine Disko, in der jeden Abend Salsa unterrichtet wird. Ich habe ein paar Schritte gelernt und hoffe, dass ich meinen Unterricht bald fortsetzen kann. Am Sonntag sind wir zu einem Aussichtsplatz gegangen, von dem aus man die gesamte Stadt sehen kann. Anschliessend spazierten wir in der Umgebung von Cuzco durch die Landschaft und passierten ein paar alte Ruinen. Leider muss man in Cuzco fuer fast alle Sehenswuerdigkeiten viel Geld bezahlen, weshalb wir Alternativen suchen mussten. Es war jedoch ein atemberaubendes Erlebnis, die Umgebung von Cuzco zu erkunden, die Landschaft ist wie aus einem Bilderbuch. Wir spazierten zum Mondtempel, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Landschaft hat. Es war ein unvergleichbares Erlebnis und wir hatten viel Spass. In der Nacht sind wir wieder zurueck gefahren und kamen morgens voellig fertig wieder in Arequipa an, weshalb ich der Klinik fern blieb. Die Woche war dann wieder relativ stressig, da ich inzwischen Mitkoordinatorin von der Hausaufgabenhilfe bin, bin ich oft dort und muss Dinge regeln. Ausserdem koordiniere ich auch den Englisch-Unterricht, wenn dies auch eine weniger Zeitaufwendige Aufgabe ist.
Schlussendlich musste ich am Donnerstag wieder nach Coporaque fahren, weil sich niemand anderes fand. Momentan sind nicht viele Volontaere hier, weil vier Maedels fuer eine Woche nach Cuzco gereist sind. Eigentlich wollte ich mich nachmittags aufmachen, doch meine Begleiterin ist neu und wusste nicht, dass wir schon einen Tag vorher losmuessen. Sie war also nicht da und wir mussten die Fahrt auf die Nacht verschieben. Um 1 Uhr ging es los und gegen 4.30 kamen wir an. Dort erfuhren wir, dass der Englischunterricht ausfaellt, der Stress war also umsonst gewesen. Da es mir jedoch in Coporaque so gut gefaellt, beschloss ich, bis Sonntag zu bleiben und dann beim interkulturellen Projekt zu helfen. Das Wochenende war wunderschoen und entspannend. Coporaque ist ein toller Ort, um sich von dem hektischen Leben in Arequipa zu erholen. Am Samstag spazierten wir zwei Stunden zu einem Schwimmbad mit relativ heissem Wasser. Dort waren nur peruaner, die einzigen Europaer waren Pierre und ich. Pierre, ein 43jaehriger jung gebliebener Franzose, haben wir dort kennengelernt, ein unglaublich sympathischer Mensch. Jedenfalls waren wir zwei die Attraktion in dem Schwimmbad. Spaeter besuchten wir Steven, auch ein Franzose, der sich gerade in Coporaque ein Haus baut, zusammen mit seiner Lebensgefaehrtin. Ein sehr interessanter Mensch, er hat viele Ideen und moechte viele Projekte in Coporaque realisieren.
Am Sonntag fand dann das interkulturelle Projekt Stadt. Wir haben Theater mit den Kindern gemacht, leider konnte ich nicht die ganze Zeit dabei sein, da ich das Geschirr spuelen musste. Nachmittags wollten wir zurueck nach Arequipa fahren, zusammen mit Pierre. Leider waren alle Busse voll. Wir beschlossen also, wieder in der Nacht um 1 zu fahren und uns bis dahin ein Zimmer in einem Hostal zu mieten. Abends gingen wir nochmal in ein Schwimmbad, was sehr entspannend war. Nachts ging es dann los, und wir kamen, erneut voellig fertig, morgens gegen halb 5 in Arequipa an. Aus dem Grund war ich heute schon wieder nicht in der Klinik.
Nun fehlt nicht mehr viel Zeit bis zum Kongress, noch knapp zwei Wochen, wir muessen also viel vorbereiten. Dieses Wochenende werde ich in Arequipa bleiben, es wird zu viel wenn ich jedes Wochenende unterwegs bin. Ich habe wenig Zeit fuer mich, manchmal wird mir alles ein bisschen viel und ich habe das Gefuehl, ich komme zu nichts. Aber bald wird es ruhiger werden, in drei Wochen fangen die Ferien an.
Es gibt neue Fotos im Facebook, unter den folgenden Links findet ihr meine Alben:
http://www.facebook.com/album.php?aid=22500&id=100001081869804
http://www.facebook.com/album.php?aid=26007&id=100001081869804
Ich wuensche euch eine wundervolle Adventszeit, hier bekommt man davon absolut nichts mit!
Allerliebste Gruesse,
eure Laura
Mittwoch, 10. November 2010
Saludos aus Arequipa
Hallo Liebe Leute,
Es gibt wieder einige Neuigkeiten. Das Leben hier ist unglaublich abwechslungsreich und es gibt nie Langeweile.
Seit dieser Woche arbeite ich drei Vormittage pro Woche in einer Klinik. Ich habe mich dort als Volontaerin gemedet, es ist jedoch eher eine Art Praktikum. Im ersten Monat werde ich in der Pediatrie helfen. Die Kinder, die dort auf Grund verschiedener Krankheiten hinkommen, werden auch auf psychologische Probleme untersucht, um zu gucken, ob sie eventuell eine Art Therapie benoetigen. Dazu machen wir eine Anamnese des Kindes und nehmen ein paar Tests ab. Es ist ganz interessant und gut, um einzusteigen. Zu spaeterem Zeitpunkt kann ich dann auch in andere Bereiche reinschauen, ich werde also einiges lernen koennen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Moeglichkeit gefunden habe, mehr Erfahrung im psychologischen Bereich zu sammeln.
Es gibt also immer viel zu tun, es kommt nicht oft vor, dass ich mal wie heute einen freien Nachmittag habe. Die Arbeit macht mir jedoch unglaublich viel Spass, und es kommt nie Langeweile auf. Es gibt immer wieder neue Dinge zu sehen und zu erfahren.
Letztes Wochenende war ich erneut in Coporaque und habe dort eine wunderbare Zeit verbracht. Es ist eine andere Welt, ein Ort der Ruhe, eine Oase, an der man Auftanken und sich erholen kann. Wir haben Englisch unterrichtet und dann das Wochenende mit der Familie verbracht, die den Volontaeren jederzeit ihre Zimmer anbietet. Wir haben in den heissen Quellen gebadet und sind bis in die Nacht geblieben, was eine unglaublich tolle Erfahrung war. Es gab tausend und abertausend Sterne und es war, als waere der Himmel ganz nah ueber uns. Es war unglaublich still und eine ganz besondere Stimmung. Wir haben auch Graeber von Preinka-Voelkern besichtigt. Wir haben eine sehr schoene Zeit mit der Familie verbracht, unglaublich nette Leute und ganz suesse Kinder!
Nun bin ich wieder in Arequipa und es gibt viel zu tun. Mitte Dezember findet der Intiwawa Kongress statt. Wir werden mit den Kindern aus allen Doerfern nach Camana fahren, was am Strand liegt. Dafuer muessen wir einiges vorbereiten.
Im Moment braucht Intiwawa vor allem Geld, es fehlt an einigem.
Aufgrund der Tuberkulose-Krise in San Isidro wird Geld fuer die Ernaehrung der Leute dort benoetigt, denn wenn man die Infektion hat, ist es wichtig, dass man eine bestimmte Diaet einhaelt und gut isst. Im Moment wissen wir, dass eine Familie und ein Maedchen erkrankt sind, vielleicht sind es auch noch mehr. Fuer das Essen sorgt Intiwawa.
Ausserdem wird Geld fuer den Kongress benoetigt. Die Leute hier setzen im Moment alle Hebel in Bewegung, um Geld zu sammeln, es fehlt naemlich noch einiges. Die Unterkunft bekommen wir umsonst, aber das Essen und die Fahrt muessen wir bezahlen. Die Fahrt wird sehr teuer werden, mehr als 2000 Soles, und im Moment haben wir noch nicht genug zusammen. Falls ihr Geld spenden moechtet, wuerde das Intiwawa und den Familien, vor allem den Kindern, sehr helfen. Auch wenn es nur ein bisschen ist, jedes bisschen hilft und kann hier schon einiges ausrichten!
Ausserdem feiert Intiwawa jedes Jahr mit den Kindern Weihnachten, in jedem Dorf wird eine Feier gemacht, um den Kindern auch die Moeglichkeit zu geben, diese Erfahrung zu machen. Zu Hause haben sie dazu oft nicht die Moeglichkeit. Auch dafuer wird Geld benoetigt, die Kinder sollen Geschenke bekommen und eine schoene Feier.
Darueber hinaus fehlt es in der Schule und in der Hausaufgabenhilfe an einigen Sachen. In der Kueche der Schule, wo wir das Essen fuer die Kinder kochen, fehlt es an Besteck und Geschirr. Die Spiele und Puzzles in der Hausaufgabenhilfe sind ueberwiegend unkomplett, und fuer die Schulen moechten wir gerne Vokabelhefte und Grammatikhefte anschaffen, eventuell auch Textbuecher.
Falls ihr also etwas spenden moechtet, wuerde ich mich unglaublich darueber freuen, wenn ihr mir eine Email schickt an Laura.Schippel@web.de. Ich kann euch dann meine Kontonummer und Bankleitzahl zukommen lassen und verspreche, dass ich das Geld nur fuer das verwenden werde, wofuer es bestimmt ist. Jedes kleine bisschen kann den Kindern helfen und ihnen Freude bereiten. Also danke schonmal!!
Ich denke an euch und sende euch die besten Gruesse, danke euch fuer eure Nachrichten und hoffe, es geht euch allen gut!
Besos y Abrazos!
Es gibt wieder einige Neuigkeiten. Das Leben hier ist unglaublich abwechslungsreich und es gibt nie Langeweile.
Seit dieser Woche arbeite ich drei Vormittage pro Woche in einer Klinik. Ich habe mich dort als Volontaerin gemedet, es ist jedoch eher eine Art Praktikum. Im ersten Monat werde ich in der Pediatrie helfen. Die Kinder, die dort auf Grund verschiedener Krankheiten hinkommen, werden auch auf psychologische Probleme untersucht, um zu gucken, ob sie eventuell eine Art Therapie benoetigen. Dazu machen wir eine Anamnese des Kindes und nehmen ein paar Tests ab. Es ist ganz interessant und gut, um einzusteigen. Zu spaeterem Zeitpunkt kann ich dann auch in andere Bereiche reinschauen, ich werde also einiges lernen koennen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Moeglichkeit gefunden habe, mehr Erfahrung im psychologischen Bereich zu sammeln.
Es gibt also immer viel zu tun, es kommt nicht oft vor, dass ich mal wie heute einen freien Nachmittag habe. Die Arbeit macht mir jedoch unglaublich viel Spass, und es kommt nie Langeweile auf. Es gibt immer wieder neue Dinge zu sehen und zu erfahren.
Letztes Wochenende war ich erneut in Coporaque und habe dort eine wunderbare Zeit verbracht. Es ist eine andere Welt, ein Ort der Ruhe, eine Oase, an der man Auftanken und sich erholen kann. Wir haben Englisch unterrichtet und dann das Wochenende mit der Familie verbracht, die den Volontaeren jederzeit ihre Zimmer anbietet. Wir haben in den heissen Quellen gebadet und sind bis in die Nacht geblieben, was eine unglaublich tolle Erfahrung war. Es gab tausend und abertausend Sterne und es war, als waere der Himmel ganz nah ueber uns. Es war unglaublich still und eine ganz besondere Stimmung. Wir haben auch Graeber von Preinka-Voelkern besichtigt. Wir haben eine sehr schoene Zeit mit der Familie verbracht, unglaublich nette Leute und ganz suesse Kinder!
Nun bin ich wieder in Arequipa und es gibt viel zu tun. Mitte Dezember findet der Intiwawa Kongress statt. Wir werden mit den Kindern aus allen Doerfern nach Camana fahren, was am Strand liegt. Dafuer muessen wir einiges vorbereiten.
Im Moment braucht Intiwawa vor allem Geld, es fehlt an einigem.
Aufgrund der Tuberkulose-Krise in San Isidro wird Geld fuer die Ernaehrung der Leute dort benoetigt, denn wenn man die Infektion hat, ist es wichtig, dass man eine bestimmte Diaet einhaelt und gut isst. Im Moment wissen wir, dass eine Familie und ein Maedchen erkrankt sind, vielleicht sind es auch noch mehr. Fuer das Essen sorgt Intiwawa.
Ausserdem wird Geld fuer den Kongress benoetigt. Die Leute hier setzen im Moment alle Hebel in Bewegung, um Geld zu sammeln, es fehlt naemlich noch einiges. Die Unterkunft bekommen wir umsonst, aber das Essen und die Fahrt muessen wir bezahlen. Die Fahrt wird sehr teuer werden, mehr als 2000 Soles, und im Moment haben wir noch nicht genug zusammen. Falls ihr Geld spenden moechtet, wuerde das Intiwawa und den Familien, vor allem den Kindern, sehr helfen. Auch wenn es nur ein bisschen ist, jedes bisschen hilft und kann hier schon einiges ausrichten!
Ausserdem feiert Intiwawa jedes Jahr mit den Kindern Weihnachten, in jedem Dorf wird eine Feier gemacht, um den Kindern auch die Moeglichkeit zu geben, diese Erfahrung zu machen. Zu Hause haben sie dazu oft nicht die Moeglichkeit. Auch dafuer wird Geld benoetigt, die Kinder sollen Geschenke bekommen und eine schoene Feier.
Darueber hinaus fehlt es in der Schule und in der Hausaufgabenhilfe an einigen Sachen. In der Kueche der Schule, wo wir das Essen fuer die Kinder kochen, fehlt es an Besteck und Geschirr. Die Spiele und Puzzles in der Hausaufgabenhilfe sind ueberwiegend unkomplett, und fuer die Schulen moechten wir gerne Vokabelhefte und Grammatikhefte anschaffen, eventuell auch Textbuecher.
Falls ihr also etwas spenden moechtet, wuerde ich mich unglaublich darueber freuen, wenn ihr mir eine Email schickt an Laura.Schippel@web.de. Ich kann euch dann meine Kontonummer und Bankleitzahl zukommen lassen und verspreche, dass ich das Geld nur fuer das verwenden werde, wofuer es bestimmt ist. Jedes kleine bisschen kann den Kindern helfen und ihnen Freude bereiten. Also danke schonmal!!
Ich denke an euch und sende euch die besten Gruesse, danke euch fuer eure Nachrichten und hoffe, es geht euch allen gut!
Besos y Abrazos!
Samstag, 30. Oktober 2010
Es ist wieder einige Zeit vergangen, die Tage fliegen nur so vorueber. Es gibt viel zu tun hier und meine Tage waren in letzter Zeit voll ausgefuellt.
Die Senora ist inzwischen wieder zu Hause, es geht ihr etwas besser. Sie muss einen Monat lang einen Mundschutz tragen und sechs Monate lang Medikamente nehmen. Sie ist recht schwach und liegt meistens im Bett, kann also nicht viel machen. Sie freut sich immer sehr, wenn jemand zum Reden bei ihr vorbeischaut. Sie bekommt auch viel Besuch, sie ist eine sehr beeindruckende Frau die sich in vieler Hinsicht engagiert. Was uns ein bisschen Sorgen macht, ist dass ihr Fieber nicht weggeht. Es ist nicht allzu hoch, aber doch staendig anwesend. Mit den Soehnen war ich in letzter Zeit mehrmals im Krankenhaus, um sie untersuchen zu lassen. Sie haben beide auch Tuberkulose, aber eine schwaechere Form als ihre Mutter, die nicht ansteckend ist. Ausserdem wurde vor einigen Tagen in San Isidro eine Untersuchung durchgefuehrt, bei der von allen Kindern der Hausaufgabenhilfe und den Frauen, die woechentlich bei der Senora ihren Frauenkreis abhalten, eine Speichelprobe entnommen wurde. Dies geschah unter dem Deckmantel, dass eine Probeuntersuchung auf Hepathitis B durchgefuehrt wuerde. Die Tatsache, dass die Senora Tuberkulose hat, muss geheim bleiben, da sie sonst diskriminiert wuerde. Nun ist es wichtig, dass diejenigen, die Tuberkulose haben, sich gut ernaehren, dafuer sorgt Intiwawa. Es sind noch drei weitere Frauen krank, es ist also ein allgemeines Problem in San Isidro.
Dies hat mich sehr auf Trapp gehalten in letzter Zeit, und auch in kommender Zeit wird es genug zu tun geben. Ende November wird der jaehrliche Intiwawa Kongress stattfinden. Wir fahren mit den Kindern aus allen Doerfern an den Strand und verbringen dort ein Wochenende mit Programm. Das Thema werden die Inkas sein. Dafuer muss einiges vorbereitet werden.
Ausserdem halte ich auch noch ein bisschen Ausschau nach anderen Projekten, was nicht heisst, dass ich nicht mehr bei Intiwawa arbeiten will. Ich wuerde nur gerne nebenher etwas im psychologischen Bereich machen. Ich war bereits einmal bei einem Projekt, bei dem therapeutisches Reiten betrieben wird. Es arbeiten dort eine Psychologin und eine Psychotherapeutin. Dies wird fuer Kinder angeboten, die psychische oder physische Probleme, Verhaltensprobleme oder andere Probleme haben. Es hat mir sehr gefallen, leider habe ich es noch nicht geschafft, wieder hinzugehen, habe aber vor, dies so bald wie moeglich zu machen.
Dieses Wochenende wird Halloween gefeiert. Gestern haben wir mit den Kindern eine kleine Halloween-Feier gemacht, sie haben sich ganz toll verkleidet und wir haben ein Theaterstueck aufgefuehrt. Das war sehr schoen. Ich bin recht muede, da ich Tag und Nacht unterwegs bin, hier wird viel gefeiert. Heute und morgen Abend sind zwei Feiern, beide von Bekannten. Heute Nachmittag werde ich in der Stadt nach einem Kostuem schauen. Erst werde ich jedoch meine Sachen packen, ich ziehe naemlich wieder ins Appartment. Es hat mir sehr gut gefallen in der Gastfamilie, aber das Appartment ist guenstiger. Ich freue mich aber auch darauf, wieder dort zu wohnen.
Arequipa gefaellt mir sehr, im Moment fuehle ich mich sehr wohl hier.
Ich sende euch die besten Gruesse und werde auch bald neue Fotos online stellen!
Die Senora ist inzwischen wieder zu Hause, es geht ihr etwas besser. Sie muss einen Monat lang einen Mundschutz tragen und sechs Monate lang Medikamente nehmen. Sie ist recht schwach und liegt meistens im Bett, kann also nicht viel machen. Sie freut sich immer sehr, wenn jemand zum Reden bei ihr vorbeischaut. Sie bekommt auch viel Besuch, sie ist eine sehr beeindruckende Frau die sich in vieler Hinsicht engagiert. Was uns ein bisschen Sorgen macht, ist dass ihr Fieber nicht weggeht. Es ist nicht allzu hoch, aber doch staendig anwesend. Mit den Soehnen war ich in letzter Zeit mehrmals im Krankenhaus, um sie untersuchen zu lassen. Sie haben beide auch Tuberkulose, aber eine schwaechere Form als ihre Mutter, die nicht ansteckend ist. Ausserdem wurde vor einigen Tagen in San Isidro eine Untersuchung durchgefuehrt, bei der von allen Kindern der Hausaufgabenhilfe und den Frauen, die woechentlich bei der Senora ihren Frauenkreis abhalten, eine Speichelprobe entnommen wurde. Dies geschah unter dem Deckmantel, dass eine Probeuntersuchung auf Hepathitis B durchgefuehrt wuerde. Die Tatsache, dass die Senora Tuberkulose hat, muss geheim bleiben, da sie sonst diskriminiert wuerde. Nun ist es wichtig, dass diejenigen, die Tuberkulose haben, sich gut ernaehren, dafuer sorgt Intiwawa. Es sind noch drei weitere Frauen krank, es ist also ein allgemeines Problem in San Isidro.
Dies hat mich sehr auf Trapp gehalten in letzter Zeit, und auch in kommender Zeit wird es genug zu tun geben. Ende November wird der jaehrliche Intiwawa Kongress stattfinden. Wir fahren mit den Kindern aus allen Doerfern an den Strand und verbringen dort ein Wochenende mit Programm. Das Thema werden die Inkas sein. Dafuer muss einiges vorbereitet werden.
Ausserdem halte ich auch noch ein bisschen Ausschau nach anderen Projekten, was nicht heisst, dass ich nicht mehr bei Intiwawa arbeiten will. Ich wuerde nur gerne nebenher etwas im psychologischen Bereich machen. Ich war bereits einmal bei einem Projekt, bei dem therapeutisches Reiten betrieben wird. Es arbeiten dort eine Psychologin und eine Psychotherapeutin. Dies wird fuer Kinder angeboten, die psychische oder physische Probleme, Verhaltensprobleme oder andere Probleme haben. Es hat mir sehr gefallen, leider habe ich es noch nicht geschafft, wieder hinzugehen, habe aber vor, dies so bald wie moeglich zu machen.
Dieses Wochenende wird Halloween gefeiert. Gestern haben wir mit den Kindern eine kleine Halloween-Feier gemacht, sie haben sich ganz toll verkleidet und wir haben ein Theaterstueck aufgefuehrt. Das war sehr schoen. Ich bin recht muede, da ich Tag und Nacht unterwegs bin, hier wird viel gefeiert. Heute und morgen Abend sind zwei Feiern, beide von Bekannten. Heute Nachmittag werde ich in der Stadt nach einem Kostuem schauen. Erst werde ich jedoch meine Sachen packen, ich ziehe naemlich wieder ins Appartment. Es hat mir sehr gut gefallen in der Gastfamilie, aber das Appartment ist guenstiger. Ich freue mich aber auch darauf, wieder dort zu wohnen.
Arequipa gefaellt mir sehr, im Moment fuehle ich mich sehr wohl hier.
Ich sende euch die besten Gruesse und werde auch bald neue Fotos online stellen!
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Liebe Freunde,
In den letzten Tagen ist viel passiert. Es gibt gerade einige Probleme bei Intiwawa.
In San Isidro gibt es eine Senora, die immer fuer die Hausaufgabenhilfe Essen zubereitet. Ihre beiden Soehne gehen auch zur Hausaufgabenhilfe und bei ihr koennen wir das Essen lagern, das wir fuer Intiwawa brauchen. Sie macht dies schon lange und steht Intiwawa sehr nahe. Allerdings ist sie auch sehr arm und verdient ihr einziges Geld durch das Kochen fuer die Hausaufgabenhilfe. Ihr Mann ist schon gestorben.
Der Senora Martina geht es schon seit laengerer Zeit nicht gut. Sie hatte immer wieder Rueckenprobleme und war oft krank. Am Anfang hat sie sich nicht geschont und hat sich nicht behandeln lassen, bis es dann nciht mehr anders ging. Sie war eine Zeit lang im Krankenhaus und dann wieder zu Hause. Doch dann ging es ihr erneut schlecht und sie musste wieder ins Krankenhaus. Dort fand man vor kurzem heraus, dass sie Tuberkulose hat. Dies kann man heutzutage gut behandeln, aber es dauert sechs Monate und ist ansteckend. Da es moeglich ist, dass sich ihre Kinder auch angesteckt haben, waren wir heute mit ihnen im Krankenhaus, wo sie untersucht wurden. Freitag und Montag werde ich sie nochmal ins Krankenhaus bringen, da weitere Untersuchungen vorgenommen werden muessen. Der aeltere Sohn, der viierzehn Jahre alt ist, ist unterernaehrt und wiegt zwoelf Kilo zu wenig. Die Aerzte konnten bereits sagen, dass er eine Infektion hat, aber sie wissen noch nicht, ob es Tuberkulose ist. Ausserdem muessen in naechster Zeit alle Kinder, die zu der Hausaufgabenhilfe gehen und die Frauen, die bei der Senora Martina den Frauenkreis abhalten, auf Tuberkulose untersucht werden, da sie sich angesteckt haben koennten. Da keine Massenpanik in San Isidro ausbrechen soll, wird morgen eine Versammlung abgehalten, in der gesagt wird, dass es sich um eine Vorsorgeuntersuchung handelt. Es ist wichtig, dass die Leute nichts von der Krankheit der Senora Martina erfahren, weil sie sie ansonsten beschuldigen und ausschliessen wuerden.
Bei der Senora Martina wurde ausserdem eine Depression diagnostiziert. Die einzige Therapie, die sie dagegen bekommt, sind Medikamente.
Momentan sind wir dabei, das Haus der Senora zu saeubern. Es kann sein, dass sehr viele Dinge entfernt und gruendlich gesaeubert werden muessen, da sie voller Bakterien sei koennen.
Die Waesche von der Senora muss gewaschen werden, was wahrscheinlich einiges an Geld kosten wird, da die ganzen Laken auch gewaschen werden muessen. Ausserdem ist Geld noetig fuer die Behandlung der Senora Martina und fuer die Ernaehrung der Familie. Vor allem fuer den aelteren Sohn ist es wichtig, dass er genug zu Essen bekommt. Falls jemand Geld uebrig hat, das er spenden kann, waere das eine grosse Hilfe. Ich habe noch keine Kontonummer, aber wollte euch dies schonmal mitteilen.
Ich hoffe, es geht euch gut und sende euch Gruesse ins ferne Europa!
In San Isidro gibt es eine Senora, die immer fuer die Hausaufgabenhilfe Essen zubereitet. Ihre beiden Soehne gehen auch zur Hausaufgabenhilfe und bei ihr koennen wir das Essen lagern, das wir fuer Intiwawa brauchen. Sie macht dies schon lange und steht Intiwawa sehr nahe. Allerdings ist sie auch sehr arm und verdient ihr einziges Geld durch das Kochen fuer die Hausaufgabenhilfe. Ihr Mann ist schon gestorben.
Der Senora Martina geht es schon seit laengerer Zeit nicht gut. Sie hatte immer wieder Rueckenprobleme und war oft krank. Am Anfang hat sie sich nicht geschont und hat sich nicht behandeln lassen, bis es dann nciht mehr anders ging. Sie war eine Zeit lang im Krankenhaus und dann wieder zu Hause. Doch dann ging es ihr erneut schlecht und sie musste wieder ins Krankenhaus. Dort fand man vor kurzem heraus, dass sie Tuberkulose hat. Dies kann man heutzutage gut behandeln, aber es dauert sechs Monate und ist ansteckend. Da es moeglich ist, dass sich ihre Kinder auch angesteckt haben, waren wir heute mit ihnen im Krankenhaus, wo sie untersucht wurden. Freitag und Montag werde ich sie nochmal ins Krankenhaus bringen, da weitere Untersuchungen vorgenommen werden muessen. Der aeltere Sohn, der viierzehn Jahre alt ist, ist unterernaehrt und wiegt zwoelf Kilo zu wenig. Die Aerzte konnten bereits sagen, dass er eine Infektion hat, aber sie wissen noch nicht, ob es Tuberkulose ist. Ausserdem muessen in naechster Zeit alle Kinder, die zu der Hausaufgabenhilfe gehen und die Frauen, die bei der Senora Martina den Frauenkreis abhalten, auf Tuberkulose untersucht werden, da sie sich angesteckt haben koennten. Da keine Massenpanik in San Isidro ausbrechen soll, wird morgen eine Versammlung abgehalten, in der gesagt wird, dass es sich um eine Vorsorgeuntersuchung handelt. Es ist wichtig, dass die Leute nichts von der Krankheit der Senora Martina erfahren, weil sie sie ansonsten beschuldigen und ausschliessen wuerden.
Bei der Senora Martina wurde ausserdem eine Depression diagnostiziert. Die einzige Therapie, die sie dagegen bekommt, sind Medikamente.
Momentan sind wir dabei, das Haus der Senora zu saeubern. Es kann sein, dass sehr viele Dinge entfernt und gruendlich gesaeubert werden muessen, da sie voller Bakterien sei koennen.
Die Waesche von der Senora muss gewaschen werden, was wahrscheinlich einiges an Geld kosten wird, da die ganzen Laken auch gewaschen werden muessen. Ausserdem ist Geld noetig fuer die Behandlung der Senora Martina und fuer die Ernaehrung der Familie. Vor allem fuer den aelteren Sohn ist es wichtig, dass er genug zu Essen bekommt. Falls jemand Geld uebrig hat, das er spenden kann, waere das eine grosse Hilfe. Ich habe noch keine Kontonummer, aber wollte euch dies schonmal mitteilen.
Ich hoffe, es geht euch gut und sende euch Gruesse ins ferne Europa!
Donnerstag, 14. Oktober 2010
Auf zu dem Ort der Mythen und Legenden
Liebe Freunde,
Es ist wieder viel passiert, das Leben hier ist abwechlsungsreich und spannend.
Vergangenes Wochenende habe ich mich mit Freundinnen auf den Weg zum Titicaca-See gemacht. Angeschlagen, aber voller Vorfreude auf dieses Erlebnis, fuhren wir ca. sechs Stunden mit dem Bus nach Puno, was direkt am See liegt. Puno an sich ist keine schoene Stadt und turistischer als Arequipa. Dort mieteten wir uns in ein Hostal ein und erkundigten erstmal die Stadt. Am naechsten Morgen setzten wir mit dem Boot zu den schwimmenden Uros-Inseln ueber. Die Uros sind ein Volk, das zu jener Zeit vor den Inkas fliehen musste. Sie sahen keine andere Moeglichkeit, als hinaus auf den See zu fluechten. Dort lebten die einzelnen Familien auf Booten, die sie mit einer bestimmten Staengelpflanze belegten, sodass nach und nach Inseln entstanden. Heutzutage benutzen die Inselbewohner eine bestimmte Erde als Grund, die sie mit den Staengeln bepflanzen, die anschliessend umknicken und einen weichen Grund bilden. Die Inseln sind groesser und es leben mehrere Familien in Strohhuetten auf einer Insel. Am Nachmittag sind wir mit dem Bus nach Sillustani gefahren, eine Art Grabstaette, die erst von Pre-Inka Voelkern und dann von den Inkas benutzt wurde. Von dort aus hatten wir die Aussicht auf eine wunderschoene Lagune. Am Sonntag fuhren wir mit dem Boot nach Amantani, eine weitere, natuerliche Insel auf dem See. Dort hatten wir die Moeglichkeit, bei einer einheimischen Familie zu uebernachten. Sie haben uns mit wunderbarem Essen bekoestigt und uns in ihre traditionellen Gewaender gekleidet. Am Nachmittag bestiegen wir den Berg des Vaters, der sich gleich neben dem Berg der Mutter befindet. Oben angekommen, erwartete uns eine atemberaubende Aussicht auf den tiefblauen, glitzernden See und die Berge am Horizont. Als es dunkel wurde, zuckten Blitze am Abendhimmel auf. Ich konnte in der Ferne sogar die Berge Boliviens sehen. Am naechsten Tag ging es weiter zu unserer letzten Station, Taquile. Anschliessend fuhren wir zurueck nach Puno. Der See, die verschiedenen Voelker, die dort leben und die unterschiedlichsten Sprachen sprechen, waren eine Erfahrung ganz besonderer Art.
Was mir sehr aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass sich der Tourismus immer mehr der einheimischen Voelker und ihrer Wohnorte bemaechtigt. Ueberall wurden Touren angeboten, bei denen man die Doerfer und Haeuser der Einwohner besichtigen kann oder auch bei ihnen uebernachten kann. Man kann sich kaum retten vor laut rufenden Menschen, die einem mit Flyern und Angeboten vor der Nase herumwedeln. Inwieweit die Einwohner selbst davon profiteren, bleibt die Frage. In frueheren Zeiten hatten sich die Einheimischen ein System aufgebaut, in dem sie die Moeglichkeit hatten, Geschaefte mit Touristen zu machen und davon zu profitieren. Die Invasion der Tourenanbieter hat dieses System nach und nach zerstoert. Die Anbieter geben den Einheimischen viel weniger ab, als sie vorher bekommen haben. Dies hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe mich gefragt, ob ich dieses System unterstuetzen soll. Auf der anderen Seite sind die Einheimischen mittlerweile abhaengig von den Tourenanbietern und waeren schlechter dran, wenn dies boykottiert wuerde. Trotzdem blieb dabei ein mulmiges Gefuehl, auch daher, weil ich oft den Eindruck bekam, dass die Einheimischen sich fuer die Touristen zur Schau gestellt haben, sodas die Authentizitaet etwas verloren ging und alles etwas gekuenstelt wirkte, zumindest auf den Uros-Inseln.
Nun befinde ich mich wieder in Arequipa, lerne Spanisch, gehe in die Projekte und lerne fast jeden Tag etwas neues ueber die Kultur.
Ich habe endlich eine Moeglichkeit gefunden, euch auch visuell an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen. Ich habe Fotos auf Facebook hochgeladen, aber auch wenn ihr nicht bei Facebook angemeldet seid, koennt ihr euch das Album ansehen. Ich poste euch hier den Link:
Von Puno habe ich noch keine Bilder hochgeladen, mache ich aber so bald wie moeglich.
Ich sende euch die besten Gruesse!
Sonntag, 3. Oktober 2010
Mehr Bilder!
So, wie versprochen gibts noch Fotos!
Dies ist der Raum, in dem die Kinder aus San Isidro Hausaufgabenhilfe haben. Ziemlich spartanisch, finde ich. Nachhilfe ist immer nachmittags und es ist schwer, die Kinder dazu zu bringen, an ihren Hausaufgaben zu arbeiten.
Nach der Hausaufgabenhilfe bekommen die Kinder einen "Snack". Danach muss natuerlich gespuelt werden, was in einer improvisierten Kueche auf dem Boden vor der Hausaufgabenhilfe stattfindet. Wie ihr seht, scheint Alice jedoch ihren Spass dabei zu haben.
Nun ein paar Bilder von der Misti-Tour:
Wenn ich so hoch springen kann, kann ich auch den Misti besteigen!
Leider habe ich wieder einen langsamen Computer erwischt, weitere Fotos gibts ein andermal.
Hasta la vista!
Dies ist der Raum, in dem die Kinder aus San Isidro Hausaufgabenhilfe haben. Ziemlich spartanisch, finde ich. Nachhilfe ist immer nachmittags und es ist schwer, die Kinder dazu zu bringen, an ihren Hausaufgaben zu arbeiten.
Nach der Hausaufgabenhilfe bekommen die Kinder einen "Snack". Danach muss natuerlich gespuelt werden, was in einer improvisierten Kueche auf dem Boden vor der Hausaufgabenhilfe stattfindet. Wie ihr seht, scheint Alice jedoch ihren Spass dabei zu haben.
Nun ein paar Bilder von der Misti-Tour:
Wenn ich so hoch springen kann, kann ich auch den Misti besteigen!
Leider habe ich wieder einen langsamen Computer erwischt, weitere Fotos gibts ein andermal.
Hasta la vista!
Eine neue Bleibe
Heute schreibe ich euch von meinem neuen Zuhause aus, in dem ich wahrscheinlich die naechsten vier Wochen verbringen werde. Gestern habe ich mich mit Sack und Pack aufgemacht und in eine peruanische Gastfamilie begeben. Quiero aprender mas espanol! Ein bisschen traurig war es schon, das gesellige und schoene Appartment mit den netten Mitbewohnern zu verlassen, aber ich bin auch gespannt, wie es sich in einer peruanischen Familie lebt.
Die Familie ist recht zurueckhaltend, aber sehr nett. Die Eltern heissen Adela und Manuel. Sie haben drei Kinder, zwei Maedchen und einen Jungen, die alle etwas aelter sind als ich und studieren. Heute hat uns Adela ein leckeres Mittagessen bereitet: Kartoffeln, Reis, Gemuese und Kinua. Kinua ist aehnlich wie Couscous und wird mit Kaese und Milch zubereitet. Me gusta mucho!
Hier wohnt ausserdem noch eine andere Volontaerin, Caitlin. Sie kommt aus Neuseeland.
Heute sind Kommunalwahlen in Peru. Waehrend der letzten Woche fuhren staendig Autos herum, aus denen lauthals Wahlsprueche oder Wahlmusik toenten. Es wird unheimlich viel Geld fuer den Wahlkampf ausgegeben, ueberall haengen Plakate. Geht ein Peruaner nicht waehlen, muss er 70 Soles Strafe zahlen! Ausserdem herrscht seit Freitag absolutes Alkoholverbot, was noch bis morgen Mittag gilt. Wir sitzen also quasi auf dem Trockenen. Man muss schliesslich bei klarem Verstand sein, wenn man waehlen geht!
Allmaehlich stellt sich ein bisschen Alltag ein. Jeden Mittwoch gibt es ein grosses Intiwawa Treffen, bei dem festgelegt wird, wer die naechste Woche zu welchem Projekt geht. Meistens geht man pro Tag zu einem Projekt, was einen halben Tag in Anspruch nimmt, manchmal mehr. Es kann jedoch jeder selbst entscheiden, wie oft er zu einem Projekt gehen moechte.
Spaeter folgen noch Fotos, die ich von einem Internet Cafe aus online stellen muss.
Besos!
Die Familie ist recht zurueckhaltend, aber sehr nett. Die Eltern heissen Adela und Manuel. Sie haben drei Kinder, zwei Maedchen und einen Jungen, die alle etwas aelter sind als ich und studieren. Heute hat uns Adela ein leckeres Mittagessen bereitet: Kartoffeln, Reis, Gemuese und Kinua. Kinua ist aehnlich wie Couscous und wird mit Kaese und Milch zubereitet. Me gusta mucho!
Hier wohnt ausserdem noch eine andere Volontaerin, Caitlin. Sie kommt aus Neuseeland.
Heute sind Kommunalwahlen in Peru. Waehrend der letzten Woche fuhren staendig Autos herum, aus denen lauthals Wahlsprueche oder Wahlmusik toenten. Es wird unheimlich viel Geld fuer den Wahlkampf ausgegeben, ueberall haengen Plakate. Geht ein Peruaner nicht waehlen, muss er 70 Soles Strafe zahlen! Ausserdem herrscht seit Freitag absolutes Alkoholverbot, was noch bis morgen Mittag gilt. Wir sitzen also quasi auf dem Trockenen. Man muss schliesslich bei klarem Verstand sein, wenn man waehlen geht!
Allmaehlich stellt sich ein bisschen Alltag ein. Jeden Mittwoch gibt es ein grosses Intiwawa Treffen, bei dem festgelegt wird, wer die naechste Woche zu welchem Projekt geht. Meistens geht man pro Tag zu einem Projekt, was einen halben Tag in Anspruch nimmt, manchmal mehr. Es kann jedoch jeder selbst entscheiden, wie oft er zu einem Projekt gehen moechte.
Spaeter folgen noch Fotos, die ich von einem Internet Cafe aus online stellen muss.
Besos!
Mittwoch, 29. September 2010
Una cultura diferente
Liebe Freunde,
Heute moechte ich euch ein bisschen von dem Leben hier berichten.
Auch wenn Arequipa fuer Peru eine recht moderne Stadt ist, taucht man hier in eine voellig neue Kultur ein.
Die peruanische Waehrung heisst Sol, 3,50 Sol sind ein Euro. Nach San Isidro faehrt man mit einem relativ kleinen blauen Bus, der 60 centimos kostet, also weniger als 20 Cent, egal wie lange man faehrt. Die Tuer ist die ganze Fahrt ueber offen, dort steht ein Mann oder eine Frau, die die ganze Zeit ueber auf die Strasse rufen, wo der Bus hinfaehrt. Es gibt nur ein paar offizielle Bushaltestellen, ansonsten steigt man irgendwo aus oder ein. Auf der Strasse sieht man mehr Taxis als andere Autos. Ein Taxi in die Stadt kostet zwischen drei und vier Sol.
Der Hauptplatz von Arequipa ist die Plaza de Armas, auf diesem Foto seht ihr sie bei Nacht.
Heute moechte ich euch ein bisschen von dem Leben hier berichten.
Auch wenn Arequipa fuer Peru eine recht moderne Stadt ist, taucht man hier in eine voellig neue Kultur ein.
Die peruanische Waehrung heisst Sol, 3,50 Sol sind ein Euro. Nach San Isidro faehrt man mit einem relativ kleinen blauen Bus, der 60 centimos kostet, also weniger als 20 Cent, egal wie lange man faehrt. Die Tuer ist die ganze Fahrt ueber offen, dort steht ein Mann oder eine Frau, die die ganze Zeit ueber auf die Strasse rufen, wo der Bus hinfaehrt. Es gibt nur ein paar offizielle Bushaltestellen, ansonsten steigt man irgendwo aus oder ein. Auf der Strasse sieht man mehr Taxis als andere Autos. Ein Taxi in die Stadt kostet zwischen drei und vier Sol.
Der Hauptplatz von Arequipa ist die Plaza de Armas, auf diesem Foto seht ihr sie bei Nacht.
Im Stadtzentrum gibt es ausserdem eine grosse Martkhalle, in der man alles bekommen kann, was das Herz begehrt. Es gibt unmengen von Obst:
Obst ist hier ein wichtiger Bestandteil der taeglichen Nahrung. Es ist sehr guenstig und schmeckt viel besser als in Deutschland. Besonders gerne mag ich Mango und die kleinen Bananen, die suesser sind als die Grossen. Gerne mache ich mir auhc einen leckeren Obstsaft mit unserem Mixer. Was ich besonders empfehlen kann, ist Papaya-Marmelade. Dort koennte ich mich reinlegen. Hier wird auch sehr viel Avokado gegessen, besonders mit Broetchen, dies zaehlt auch zu meiner taeglichen Nahrung. Richtiges Brot gibt es hier kaum, aber an jeder Ecke kann man 6 Ciabatta Broetchen fuer 1 Sol kaufen. In der Markthalle (San Camilo) gibt es ausserdem unmengen von Saftstaenden, wo man nach herzenslust frisch gepressten Saft jeglicher Obstsorte trinken kann. Meine Empfehlung: Mango-Papaya!
Arequipa hat ein ausgepraegtes Nachtleben. Es gibt einige Clubs, in vielen laeuft Salsa Musik. The place to go in Arequipa: Das Deja-Vu (ausgesprochen: Decha-Wu). Geht man hier aus, kommt man als Frau nicht umhin, mit einem Peruaner nach dem anderen Salsa zu tanzen oder sich zu unterhalten. Aber gut, so lerne ich wenigstens etwas. DAS Nationalsgetraenk ist Pisco-Sour. Pisco ist ein Schnaps, dazu kommt rohes Ei und noch eine Zutat, die ich vergessen habe. Es ist jedenfalls lecker!
Ich wuerde euch gerne noch mehr berichten, doch meine Mitbewohnerinnen warten auf mich, deshalb schliesse ich mit dem Versprechen, euch bald noch mehr zu berichten.
Ein Schlusswort noch: Vielen Dank fuer euer liebes Feedback auf meinen Blog, so ist es auch ein bisschen, als waert IHR dabei! Auf bald!
Samstag, 25. September 2010
Andere Welten - Teil 2
Jetzt habe ich endlich mal ein bisschen Ruhe und werde euch wie angekuendigt von Coporaque berichten.
Coporaque ist ein kleines Dorf in den Anden, gelegen im Colca Canyon. Dort faehrt man mit dem Bus ungefaehr dreieinhalb Stunden hin, er liegt noerdlich von Arequipa. Der Colca Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt.
Morgens musste ich noch schnell meine Sachen waschen, die von der Misti-Tour noch ganz verstaubt waren. Nachmittags ging es dann los. Der Bus kostet nur 13 Soles, das sind weniger als vier Euro. Waehrend sich der Bus so durch die Landschaft schlaengelte, kamen wir immer tiefer in die Anden hinein. Die Berge wurden hoeher und die Luft duenner. Kurz vor Chivay, wo wir ausstiegen, bot sich uns ein atemberaubender Anblick. Gigantische Berge ragten vor tiefen Schluchten auf, in denen sich der Ort befindet. In Chivay kamen wir in einer voellig anderen Welt an. Im Gegensatz zu Arequipa, wo es fuer Peru recht modern ist, sah man hier ueberall Leute in traditioneller Kleidung herumlaufen (ganz davon abgesehen ist Chivay ein recht kleiner Ort). Man sieht Menschen, die Kuehe oder Schweine vor sich hertreiben oder Esel, die herumstehen.
Von dort aus fuhren wir mit einem kleinen unglaublich ueberfuellten Bus nach Coporaque (auf der Rueckfahrt waren wir 19 Leute in einem Bus, der fuer 10 angelegt ist). Schon im Bus trafen wir die Gastmutter, bei der die Volontaere immer schlafen. Das Gaestehaus dort ist sehr familiaer und besteht aus ein paar kleinen Steinhaeuschen, die einen Innenhof umgeben. Wir bekamen zwei Zimmer und wurden erstmal von den zwei juengeren Maedels ueberfallen. Sie haben um uns herum getobt und mit einem Schlafsack Raupe gespielt. Am naechsten Morgen ging es dann in die Schule von Coporaque. Dort haben wir in fuenf Klassen Englisch unterrichtet. Da die Schueler in den vergangenen Jahren meistens nur Fruechte, Farben und Zahlen gelernt haben, haben wir angefangen, ihnen ein bisschen Grammatik beizubringen, was meinem Eindruck nach sogar richtig gut funktioniert hat. Es war schoen zu merken, dass der Einsatz eine Wirkung zeigt und die Kinder haben wirklich toll mitgemacht.
Coporaque ist fuer mich ein beeindruckender, faszinierender und wunderschoener Ort. Da wir nicht viel Zeit dort hatten, moechte ich so bald wie moeglich noch einmal dorthin, um die heissen Quellen zu besuchen und von einem Aussichtsplatz nach Condoren zu schauen. Natuerlich auch, weil es Spass macht, dort zu unterrichten.
Leider kann ich wieder nicht mit Fotos aufwarten, dieser einzig in unserem Appartment verbliebe Computer hat keinen Speicherplatz mehr. Aber ich habe vor, bald mal ein Internetcafe zu besuchen. Bis dahin hoffe ich, dass ihr auch so einen Eindruck dieses Landes bekommt, das so vielfaeltig und faszinierend ist.
Coporaque ist ein kleines Dorf in den Anden, gelegen im Colca Canyon. Dort faehrt man mit dem Bus ungefaehr dreieinhalb Stunden hin, er liegt noerdlich von Arequipa. Der Colca Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt.
Morgens musste ich noch schnell meine Sachen waschen, die von der Misti-Tour noch ganz verstaubt waren. Nachmittags ging es dann los. Der Bus kostet nur 13 Soles, das sind weniger als vier Euro. Waehrend sich der Bus so durch die Landschaft schlaengelte, kamen wir immer tiefer in die Anden hinein. Die Berge wurden hoeher und die Luft duenner. Kurz vor Chivay, wo wir ausstiegen, bot sich uns ein atemberaubender Anblick. Gigantische Berge ragten vor tiefen Schluchten auf, in denen sich der Ort befindet. In Chivay kamen wir in einer voellig anderen Welt an. Im Gegensatz zu Arequipa, wo es fuer Peru recht modern ist, sah man hier ueberall Leute in traditioneller Kleidung herumlaufen (ganz davon abgesehen ist Chivay ein recht kleiner Ort). Man sieht Menschen, die Kuehe oder Schweine vor sich hertreiben oder Esel, die herumstehen.
Von dort aus fuhren wir mit einem kleinen unglaublich ueberfuellten Bus nach Coporaque (auf der Rueckfahrt waren wir 19 Leute in einem Bus, der fuer 10 angelegt ist). Schon im Bus trafen wir die Gastmutter, bei der die Volontaere immer schlafen. Das Gaestehaus dort ist sehr familiaer und besteht aus ein paar kleinen Steinhaeuschen, die einen Innenhof umgeben. Wir bekamen zwei Zimmer und wurden erstmal von den zwei juengeren Maedels ueberfallen. Sie haben um uns herum getobt und mit einem Schlafsack Raupe gespielt. Am naechsten Morgen ging es dann in die Schule von Coporaque. Dort haben wir in fuenf Klassen Englisch unterrichtet. Da die Schueler in den vergangenen Jahren meistens nur Fruechte, Farben und Zahlen gelernt haben, haben wir angefangen, ihnen ein bisschen Grammatik beizubringen, was meinem Eindruck nach sogar richtig gut funktioniert hat. Es war schoen zu merken, dass der Einsatz eine Wirkung zeigt und die Kinder haben wirklich toll mitgemacht.
Coporaque ist fuer mich ein beeindruckender, faszinierender und wunderschoener Ort. Da wir nicht viel Zeit dort hatten, moechte ich so bald wie moeglich noch einmal dorthin, um die heissen Quellen zu besuchen und von einem Aussichtsplatz nach Condoren zu schauen. Natuerlich auch, weil es Spass macht, dort zu unterrichten.
Leider kann ich wieder nicht mit Fotos aufwarten, dieser einzig in unserem Appartment verbliebe Computer hat keinen Speicherplatz mehr. Aber ich habe vor, bald mal ein Internetcafe zu besuchen. Bis dahin hoffe ich, dass ihr auch so einen Eindruck dieses Landes bekommt, das so vielfaeltig und faszinierend ist.
Andere Welten
So, endlich habe ich noch einmal Zeit, etwas zu posten. Es ist wieder so viel passiert die letzten Tage.
Ich hatte euch ja erzaehlt, dass ich geplant hatte, den Misti zu besteigen. Ohne gross ueber die Konsequenzen nachzudenken, stimmte ich begeistert zu, als Nikki, eine anderen Volontaerin, fragte ob ich Lust haette mitzukommen. Zwei andere Volontaere, Lukas und Alex, waren auch dabei. Auf der Fahrt dorthin erfuhr ich dann erstmal, dass der Misti 5800 (!) Meter hoch ist und selbst Sportler auf dem Weg dorthin die Hoehenkrankheit bekamen. Da wurde mir doch ein bisschen mulmig zumute.
Wir fuhren mit einem Van auf 3500 Meter Hoehe und machten uns dann zusammen mit unserem Guide auf den Weg. Schon nach den ersten Metern hatte ich das Gefuehl, dass ich nicht mehr kann und waere am liebsten umgedreht. Doch jetzt hatte ich die Sache angefangen und wollte nicht direkt aufgeben. Geplant war, in 6 Stunden bis auf 4600 Meter zu steigen, wo das Basiscamp ist und dort zu Zelten. Zu diesem Aufstieg kann ich nur sagen: Ich bin absolut an meine Grenzen geraten. Ich war immer die letzte und irgendwann konnte ich immer nur noch ein paar Gaenseschritte gehen und musste alle paar Meter stehenbleiben. Ich dachte oefter, ich schaffe es nicht. Es brauchte gutes Zureden von dem Guide und den anderen und reine Willenskraft, um mich dort hoch zu bringen. Schon dort gab es eine wunderschoene Aussicht! Man sah weit und breit nur Einoede und zur linken den Pichu Pichu, ein weiterer Vulkan. Es schien, als waeren wir die einzigen auf der Welt. Die anderen sind nachts um zwei aufgestanden, bei minus 15 Grad, und sind noch einmal 7 Stunden auf die Spitze geklettert. Dort kam ich nicht mehr mit, da ich mich nicht gut fuehlte und es mit Wahrscheinlichkeit nicht geschafft haette. Die anderen sind auch absolut an ihre Grenzen geraten.
Am naechsten Tag gings dann gleich weiter nach Coporaque, eine Spontanaktion, da zwei Volontaerinnen krank geworden sind. Davon erzaehl ich euch aber spaeter, und wenn ich dann noch einmal einen PC ergattere, stell ich auch Fotos rein. Eine Mitbewohnerin von mir ist jetzt zum skypen verabredet.
Hab euch lieb!
Ich hatte euch ja erzaehlt, dass ich geplant hatte, den Misti zu besteigen. Ohne gross ueber die Konsequenzen nachzudenken, stimmte ich begeistert zu, als Nikki, eine anderen Volontaerin, fragte ob ich Lust haette mitzukommen. Zwei andere Volontaere, Lukas und Alex, waren auch dabei. Auf der Fahrt dorthin erfuhr ich dann erstmal, dass der Misti 5800 (!) Meter hoch ist und selbst Sportler auf dem Weg dorthin die Hoehenkrankheit bekamen. Da wurde mir doch ein bisschen mulmig zumute.
Wir fuhren mit einem Van auf 3500 Meter Hoehe und machten uns dann zusammen mit unserem Guide auf den Weg. Schon nach den ersten Metern hatte ich das Gefuehl, dass ich nicht mehr kann und waere am liebsten umgedreht. Doch jetzt hatte ich die Sache angefangen und wollte nicht direkt aufgeben. Geplant war, in 6 Stunden bis auf 4600 Meter zu steigen, wo das Basiscamp ist und dort zu Zelten. Zu diesem Aufstieg kann ich nur sagen: Ich bin absolut an meine Grenzen geraten. Ich war immer die letzte und irgendwann konnte ich immer nur noch ein paar Gaenseschritte gehen und musste alle paar Meter stehenbleiben. Ich dachte oefter, ich schaffe es nicht. Es brauchte gutes Zureden von dem Guide und den anderen und reine Willenskraft, um mich dort hoch zu bringen. Schon dort gab es eine wunderschoene Aussicht! Man sah weit und breit nur Einoede und zur linken den Pichu Pichu, ein weiterer Vulkan. Es schien, als waeren wir die einzigen auf der Welt. Die anderen sind nachts um zwei aufgestanden, bei minus 15 Grad, und sind noch einmal 7 Stunden auf die Spitze geklettert. Dort kam ich nicht mehr mit, da ich mich nicht gut fuehlte und es mit Wahrscheinlichkeit nicht geschafft haette. Die anderen sind auch absolut an ihre Grenzen geraten.
Am naechsten Tag gings dann gleich weiter nach Coporaque, eine Spontanaktion, da zwei Volontaerinnen krank geworden sind. Davon erzaehl ich euch aber spaeter, und wenn ich dann noch einmal einen PC ergattere, stell ich auch Fotos rein. Eine Mitbewohnerin von mir ist jetzt zum skypen verabredet.
Hab euch lieb!
Sonntag, 19. September 2010
Fotoooos!
Ihr Lieben,
Wie versprochen stelle ich euch ein paar Fotos rein.
Das ist San Isidro, von dem ich euch gestern erzaehlt habe. Es ist echt klein und liegt mitten in der Einoede.
Hier seht ihr einen Teil des wundervollen Blickes, den wir von unserer Dachterrasse aus haben. Dies ist El Misti, einer der drei Vulkane, die Arequipa umgeben und der einzige, der noch aktiv ist. Am Dienstag werde ich ihn vielleicht mit zwei Maedels besteigen.
Ich wollte eigentlich noch mehr Bilder hochladen, doch dies dauert leider immer so lange und ich bin sehr muede. Also weitere Bilder folgen.
Morgen habe ich meinen ersten Spanischunterricht und werde das erste Mal mit zur Nachhilfe fahren. Ich danke euch fuer eure lieben Posts und wuensche euch eine gute Nacht (wobei ihr wahrscheinlich schon schlafen werdet).
Besos!
Wie versprochen stelle ich euch ein paar Fotos rein.
Das ist San Isidro, von dem ich euch gestern erzaehlt habe. Es ist echt klein und liegt mitten in der Einoede.
Hier seht ihr einen Teil des wundervollen Blickes, den wir von unserer Dachterrasse aus haben. Dies ist El Misti, einer der drei Vulkane, die Arequipa umgeben und der einzige, der noch aktiv ist. Am Dienstag werde ich ihn vielleicht mit zwei Maedels besteigen.
Ich wollte eigentlich noch mehr Bilder hochladen, doch dies dauert leider immer so lange und ich bin sehr muede. Also weitere Bilder folgen.
Morgen habe ich meinen ersten Spanischunterricht und werde das erste Mal mit zur Nachhilfe fahren. Ich danke euch fuer eure lieben Posts und wuensche euch eine gute Nacht (wobei ihr wahrscheinlich schon schlafen werdet).
Besos!
Samstag, 18. September 2010
Eine Lawine von Eindruecken
Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Es gibt hier so viel Neues, so viel zu erleben und zu sehen.
Ich fange mal mit dem Projekt an. Intiwawa - Ninos del Sol - heisst uebersetzt: Kinder der Sonne. Es existiert seit vier oder fuenf Jahren. Das Projekt hat mit der Zeit verschiedene Unterprojekte entwickelt. Wie ich einigen von euch schon erzaehlt habe, konzentriert sich das Projekt auf Kinder, die in Doerfern in der Umgebung wohnen. Eines davon ist San Isidro, dass ich gestern auch schon besucht habe. Aber dazu gleich mehr. Hier im Apartment haengt eine Tafel, auf der immer eingetragen wird, wer wann arbeitet. Dies wird immer einmal in der Woche besprochen. Man kann an einem Tag zu mehreren Projekten, da aber momentan relativ viele Volontaere da sind, reicht es, wenn man zu einem Projekt pro Tag faehrt. Dieser finden unter der Woche Stadt, am Wochenende ist meistens frei, ausser manchmal Sonntags. Das Nachhilfeprojekt findet jeden Nachmittag statt, das werde ich am Montag das erste Mal besuchen. Morgens gibt es die Alimentacion - man unterstuetzt peruanische Betreuerinnen beim Kochen fuer die Kinder und serviert ihnen das Essen. Ausserdem wird Englisch unterrichtet, da werde ich naechste Woche auch mal reinschauen. Computerkurse gibt es auch. Und es gibt seit kurzem in San Isidro einen Kindergarten. Dort war ich gestern mit Nayra, einer anderen Volontaerin. Es war unglaublich - dieses kleine Dorf liegt etwas abseits von Arequipa in der Bergwueste, die Arequipa umgibt. Ihr glaubt nicht, wie es dort aussieht, wie rudimentaer dort alles ist. Die Kinder machen draussen auf den Boden, wenn sie muessen, und der Kindergarten besteht aus einem kleinen Haeuschen. Aber die Kinder waren soooo suess und absolut nicht kontaktscheu. Sobald wir den Raum betraten, kamen sie auf uns zugerannt und ein grosses lachendes Knaeuel draengte sich um uns. Der Kindergarten ist hier viel strukturierter als bei uns, die Kinder haben kaum Gelegenheit, um frei zu spielen. Sie lernen schon sehr viel im Kindergarten und haben sogar kleine Tests. Ich bin gespannt auf die anderen Projekte, die ich naechste Woche kennenlerne.
Es gibt noch so viel zu erzaehlen, aber mir laeuft die Zeit davon. Von dem peruanischen Nachtleben, der Stadt und den Salsa tanzenden Peruanern erzaehl ich euch ein andermal. Und beim naechsten Mal gibts auch Fotos, versprochen!
Ich fange mal mit dem Projekt an. Intiwawa - Ninos del Sol - heisst uebersetzt: Kinder der Sonne. Es existiert seit vier oder fuenf Jahren. Das Projekt hat mit der Zeit verschiedene Unterprojekte entwickelt. Wie ich einigen von euch schon erzaehlt habe, konzentriert sich das Projekt auf Kinder, die in Doerfern in der Umgebung wohnen. Eines davon ist San Isidro, dass ich gestern auch schon besucht habe. Aber dazu gleich mehr. Hier im Apartment haengt eine Tafel, auf der immer eingetragen wird, wer wann arbeitet. Dies wird immer einmal in der Woche besprochen. Man kann an einem Tag zu mehreren Projekten, da aber momentan relativ viele Volontaere da sind, reicht es, wenn man zu einem Projekt pro Tag faehrt. Dieser finden unter der Woche Stadt, am Wochenende ist meistens frei, ausser manchmal Sonntags. Das Nachhilfeprojekt findet jeden Nachmittag statt, das werde ich am Montag das erste Mal besuchen. Morgens gibt es die Alimentacion - man unterstuetzt peruanische Betreuerinnen beim Kochen fuer die Kinder und serviert ihnen das Essen. Ausserdem wird Englisch unterrichtet, da werde ich naechste Woche auch mal reinschauen. Computerkurse gibt es auch. Und es gibt seit kurzem in San Isidro einen Kindergarten. Dort war ich gestern mit Nayra, einer anderen Volontaerin. Es war unglaublich - dieses kleine Dorf liegt etwas abseits von Arequipa in der Bergwueste, die Arequipa umgibt. Ihr glaubt nicht, wie es dort aussieht, wie rudimentaer dort alles ist. Die Kinder machen draussen auf den Boden, wenn sie muessen, und der Kindergarten besteht aus einem kleinen Haeuschen. Aber die Kinder waren soooo suess und absolut nicht kontaktscheu. Sobald wir den Raum betraten, kamen sie auf uns zugerannt und ein grosses lachendes Knaeuel draengte sich um uns. Der Kindergarten ist hier viel strukturierter als bei uns, die Kinder haben kaum Gelegenheit, um frei zu spielen. Sie lernen schon sehr viel im Kindergarten und haben sogar kleine Tests. Ich bin gespannt auf die anderen Projekte, die ich naechste Woche kennenlerne.
Es gibt noch so viel zu erzaehlen, aber mir laeuft die Zeit davon. Von dem peruanischen Nachtleben, der Stadt und den Salsa tanzenden Peruanern erzaehl ich euch ein andermal. Und beim naechsten Mal gibts auch Fotos, versprochen!
Donnerstag, 16. September 2010
Arequipa - Stadt der Traeume
Liebste Menschen,
vielen Dank fuer die lieben Kommentare :)
Nach einer langen Odyssee bin ich heute morgen in Arequipa gelandet, muede, aber aufgeregt und ueberwaeltigt von der Schoenheit dieser Stadt und ihrer Umgebung.
Urspruenglich hatte ich geplant, eine Nacht in Lima zu verbringen. Auf meinem Flug traf ich jedoch ein peruanisches Paar, die mir auf so eine eindringliche Art einredeten, das waere viel zu gefaehrlich, dass ich mich ueberzeugen liess. Sie haben mir ein Taxi zur Busstation bezahlt, was ich sehr nett fand.
Nach sechs Stunden, die ich mir dort vertrieb, ging es dann auf nach Arequipa - 15 Stunden Busfahrt, ueber Nacht. Wir fuhren am Pazifik an der Westkueste entlang, am naechsten Morgen fuehrte uns die Strasse ins Inland und in die majestaetischen Anden hinein... Ich kann nur sagen - atemberaubend. Karge Wuestenlandschaft wechselt sich ab mit fruchtbaren Oasen, und schliesslich konnten wir sogar schneebedeckte Berge erblicken.
So, nun aber zu Arequipa. Umgeben von drei Vulkanen (!), wovon einer schneebedeckt ist, liegt diese 750.000 Einwohner grosse Stadt in einem fruchtbaren Tal in den Anden, auf 2400 m Hoehe. Man merkt, dass die Luft etwas duenner ist. Sie wird die weisse Stadt genannt, weil fuer viele Haeuser weisser Stein verwendet wurde.
Das Apartment ist der Hammer. Es ist quasi eine grosse WG, momentan sind 10 Leute hier, von denen ich bis jetzt vier kenne. Ich bin in einem Doppelzimmer, dass ich aber zur Zeit alleine bewohne, und jeder hat ein eigenes Bad plus Dusche! Nicht zu vergessen das grosse Wohnzimmer und eine durchaus annehmbare Kueche - tausend mal besser als Hoogeveld also. Der Gipfel kommt aber noch: Wir haben zwei Dachterrassen. Von der einen hat man den Blick auf alle drei Vulkane, es ist einfach wunderschoen!
Es ist auch richtig warm hier, bestimmt 25 Grad, und hier scheint wohl jeden Tag die Sonne!!
Kurz und Gut, es ist ein absolut idyllisches Plaetzchen hier!
Ich war zweimal in der Stadt, was schon ein kleiner Kulturschock war. Es ist auch nicht ungefaehrlich hier. Aber dazu ein andermal mehr.
Wir waren auf einem peruanischen Markt, das war sehr interessant, es gibt unglaublich viel Obst und Saefte und man kann handeln.
Morgen werde ich wahrscheinlich das erste Mal mit zu dem Nachhilfeprojekt fahren, das in San Isidro stattfindet, einem Dorf ca. eine Stunde von hier.
Jetzt bin ich ziemlich muede und werde wahrscheinlich frueh ins Bett gehen.
Ich sende euch die besten Gruesse und Kuesse!
vielen Dank fuer die lieben Kommentare :)
Nach einer langen Odyssee bin ich heute morgen in Arequipa gelandet, muede, aber aufgeregt und ueberwaeltigt von der Schoenheit dieser Stadt und ihrer Umgebung.
Urspruenglich hatte ich geplant, eine Nacht in Lima zu verbringen. Auf meinem Flug traf ich jedoch ein peruanisches Paar, die mir auf so eine eindringliche Art einredeten, das waere viel zu gefaehrlich, dass ich mich ueberzeugen liess. Sie haben mir ein Taxi zur Busstation bezahlt, was ich sehr nett fand.
Nach sechs Stunden, die ich mir dort vertrieb, ging es dann auf nach Arequipa - 15 Stunden Busfahrt, ueber Nacht. Wir fuhren am Pazifik an der Westkueste entlang, am naechsten Morgen fuehrte uns die Strasse ins Inland und in die majestaetischen Anden hinein... Ich kann nur sagen - atemberaubend. Karge Wuestenlandschaft wechselt sich ab mit fruchtbaren Oasen, und schliesslich konnten wir sogar schneebedeckte Berge erblicken.
So, nun aber zu Arequipa. Umgeben von drei Vulkanen (!), wovon einer schneebedeckt ist, liegt diese 750.000 Einwohner grosse Stadt in einem fruchtbaren Tal in den Anden, auf 2400 m Hoehe. Man merkt, dass die Luft etwas duenner ist. Sie wird die weisse Stadt genannt, weil fuer viele Haeuser weisser Stein verwendet wurde.
Das Apartment ist der Hammer. Es ist quasi eine grosse WG, momentan sind 10 Leute hier, von denen ich bis jetzt vier kenne. Ich bin in einem Doppelzimmer, dass ich aber zur Zeit alleine bewohne, und jeder hat ein eigenes Bad plus Dusche! Nicht zu vergessen das grosse Wohnzimmer und eine durchaus annehmbare Kueche - tausend mal besser als Hoogeveld also. Der Gipfel kommt aber noch: Wir haben zwei Dachterrassen. Von der einen hat man den Blick auf alle drei Vulkane, es ist einfach wunderschoen!
Es ist auch richtig warm hier, bestimmt 25 Grad, und hier scheint wohl jeden Tag die Sonne!!
Kurz und Gut, es ist ein absolut idyllisches Plaetzchen hier!
Ich war zweimal in der Stadt, was schon ein kleiner Kulturschock war. Es ist auch nicht ungefaehrlich hier. Aber dazu ein andermal mehr.
Wir waren auf einem peruanischen Markt, das war sehr interessant, es gibt unglaublich viel Obst und Saefte und man kann handeln.
Morgen werde ich wahrscheinlich das erste Mal mit zu dem Nachhilfeprojekt fahren, das in San Isidro stattfindet, einem Dorf ca. eine Stunde von hier.
Jetzt bin ich ziemlich muede und werde wahrscheinlich frueh ins Bett gehen.
Ich sende euch die besten Gruesse und Kuesse!
Dienstag, 14. September 2010
Kurz vor Aufbruch
Heute geht es los, die Zeit wird knapp. Ich muss noch die meisten Sachen in die Tasche stopfen und ein paar Besorgungen machen, habe noch ungefähr eine Stunde. Es muss also schnell gehen!
Es erscheint mir noch sehr unwirklich, dass ich in einigen Stunden unterwegs nach Peru sein werde. Ich fliege gegen Abend, mit Zwischenstop in Madrid, und dann gehts mit 12 Stunden Flugdauer nach Lima. Dort komme ich morgen früh an (hier ist es dann aber schon mittags). Ich muss mir noch überlegen, ob ich dann dort eine Nacht in einem Hostel verbringe, da der Bus immer erst nachmittags fährt. Der braucht dann noch einmal 15-17 Stunden nach Arequipa, die Stadt in der ich wohnen werde. Ich werde also, je nachdem wie ich mich entscheide, Donnerstag oder Freitag morgen in Arequipa ankommen.
So, nun muss ich schnell die letzten Sachen erledigen, ich melde mich wieder von Peru aus!
Liebste Grüße!
Es erscheint mir noch sehr unwirklich, dass ich in einigen Stunden unterwegs nach Peru sein werde. Ich fliege gegen Abend, mit Zwischenstop in Madrid, und dann gehts mit 12 Stunden Flugdauer nach Lima. Dort komme ich morgen früh an (hier ist es dann aber schon mittags). Ich muss mir noch überlegen, ob ich dann dort eine Nacht in einem Hostel verbringe, da der Bus immer erst nachmittags fährt. Der braucht dann noch einmal 15-17 Stunden nach Arequipa, die Stadt in der ich wohnen werde. Ich werde also, je nachdem wie ich mich entscheide, Donnerstag oder Freitag morgen in Arequipa ankommen.
So, nun muss ich schnell die letzten Sachen erledigen, ich melde mich wieder von Peru aus!
Liebste Grüße!
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